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“Ein verstecktes Naturwunder - die Gassel-Tropfsteinhöhle”

Gassel-Tropfsteinhöhle
Platz Nr. 6 von 11 Aktivitäten in Ebensee
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Details zur Sehenswürdigkeit
Beschreibung des Inhabers: Öffentlich zugängliche Schauhöhle und Schutzhütte im SalzkammergutBeschreibung:Die großräumige Schachthöhle ist bekannt für ihr reiches Tropfsteinvorkommen, dessen Farbe von reinweiß über gelblich bis zu dunkelbraun reicht und durch die elektrische Beleuchtung besonders schön zur Geltung kommt. Sie ist zweifellos dieschönste Tropfsteinhöhle der Nördlichen Kalkalpen.Dank der direkt neben dem Höhleneingang gelegenen Schutzhütte mit Gastgarten ist für Bewirtung vor und nach dem Höhlenbesuch bestens gesorgt. Der Hüttenwirt serviert Ihnen Getränke und einfache warme Gerichte.Mit dem Pkw von Ebensee nach Rindbach oder Bustransfer ab EbenseeWanderung auf gut markiertem Weg (roter Punkt auf weißem Feld), festes Schuhwerk empfohlen.Gehzeit: ab Rindbach 2½ Stunden oder Bustransfer ab Ebensee (verbleibende Gehzeit 30 min)
Bewertet 24. Februar 2012

Diese Sehenswürdigkeit, eine der spektakulärsten Tropfsteinhöhlen in den Nordalpen, in der Nähe von Ebensee muss man sich erwandern – es führt keine Straße zur Gasselhöhle in 1.250 m Höhe.

Die Wanderung startet beim Parkplatz “Schießstätte” in der Ortschaft Rindbach (447 m), etwas außerhalb von Ebensee. Zuerst geht es 25 Minuten auf einer Forststraße entlang des Rindbachs zum ersten Halt – dem Rindbach-Wasserfall. Über einen mit Geländer abgesicherten Steig gelangt man zur Brücke direkt über dem Wasserfall. Auf dem Forstweg wandert man dann weiter, sieht einige Bildbäume und biegt nach ca. 45 Min. links in das Tal ein, durch das der mit „424“ gekennzeichnete Steig zur Gasselhöhle führt. Nach ca. 2 ½ Stunden Gesamtgehzeit erreicht man die Gassel-Hütte (1.250 m), wo man auf eine Stärkung einkehren kann. Der Blick von der Terrasse auf die Wälder und Gipfel ist überwältigend.

In der Hütte kann man sich für eine Führung anmelden, der Höhleneingang ist gleich daneben. Über Holzstiegen geht es tief hinab in die Zauberwelt aus Stalaktiten und Stalagmiten. Der Führer des Höhlenvereines hat viele interessante Geschichten und auch die eine oder andere Anekdote zum Schmunzeln auf Lager. Die Höhe ist auf einer Länge von 250 m begehbar, die Führung dauert etwa 50 Min. Sie führt über die “Bärenhalle”, in der die Höhlenforscher Bären- und Elchknochen gefunden haben, zur “Geraden Kluft”. Später geht es über den “Olymp” und die “Hofingerhalle” zur "Großen Kanzelhalle". Hier sind die prächtigsten Tropfsteingebilde zu bewundern, unter ihnen die 6 m lange "Tropfsteinorgel" oder das "Schmuckkästchen".

Der Eingang zur Höhle war Jägern und Holzknechten schon seit längerer Zeit bekannt, doch erst 1918 begannen vier Ebenseer Forscher mit der Erschließung. Am 06. August 1933 wurde sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sie diente im II. Weltkrieg der SS und später den Amerikanern als geheimer Stützpunkt. Dabei wurden einige Tropfsteingebilde zerstört.

Bei den seit 2006 laufenden Neuforschungen konnte die Länge der Höhle auf 4,5 km mehr als verdreifacht werden. Erst kürzlich wurde ein neuer unterirdischer Dom entdeckt, dessen Versinterungen in der Höhlenwelt einzigartig sind. Wahrscheinlich ist erst ein geringer Teil der Gasselhöhlen erforscht und es verbergen sich noch viele Überraschungen.

Sportliche können nachher noch in 20 Minuten auf den Gasselkogel (1.411 m) steigen. Dort bietet sich ein atemberaubendes Panorama über das nördliche Salzkammergut. Für den Rückweg kann man die Variante über die Spitzlsteinalm wählen. Dort grast eine Herde schottischer Hochlandrinder.

Die Schützhütte bei der Höhle ist ab Anfang Mai bis Mitte September am Wochenende (Sa., So.) und an Feiertagen geöffnet. Die Wanderung ist mit der Höhlenbesichtigung und der Besteigung des Gasselkogels eine Ganztagestour (ca. 6 Stunden). Die Wege sind gut markiert und auch familiengeeignet.

6  Danke, Austria01!
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