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“Die Karlskirche - Das Ende der Pest mit Schönheit bedankt”
Bewertung zu Karlskirche

Karlskirche
Platz Nr. 57 von 777 Aktivitäten in Wien
Zertifikat für Exzellenz
Weitere Details zu Sehenswürdigkeiten
Details zur Sehenswürdigkeit
Empfohlene Besuchsdauer: 1-2 Stunden
Bewertet 18. Juli 2017

Es ist Schicksal manch schöner Bauwerke ein stiefmütterliches Dasein im Besichtigungsplan der Reiseagenturen einzunehmen. Die Karlskirche ist für mich eines dieser Bauwerke. Doch hat es auch sein Gutes, denn so bleiben mehr Zeit zur entspannten Besichtigung und man ist weniger mit dem Ansturm hektischer, rasender Reisegruppen konfrontiert. Es ist für mich einer jener persönlichen „Hot Spots“ welchen ich Besuchern Wiens nur empfehlen kann.

Seit im Jahre 2002, im Zuge der Renovierungsarbeiten, ein Aufzug in die Kuppel führt (um die Spitze zu erreichen sind dann noch provisorische Stahltreppen zu besteigen) gibt es als Draufgabe noch einen wundervollen Rundumblick auf die Donaumetropole. Ganz zu schweigen, dass man sich ziemlich nahe an den Fresken wähnt. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Als der Schwarze Tod, die Pest, in Wien bittere Ernte hielt, gelobte Kaiser Karl VI, übrigens der Vater von Maria Theresia, nach Beendigung des Leids dem Pestheiligen Karl Borromäus eine Kirche zu stiften. Die Pest ging vorüber und im Jahre 1713 erfolgte die Grundsteinlegung. Johann Bernhard Fischer von Erlach sollte die Kirche planen und ihr Pracht verleihen. Nach dessen Tod führte sein Sohn Josef Emanuel das Werk des Vaters weiter. Die nicht geringen Kosten mussten von den Erblanden und Herrschaftsgebieten des Habsburgerreiches erbracht werden.

Zusammentreffen architektonischer Stile

Griechisch-Römisch ist das Eingangsportal gehalten, wo am Giebel ein Engel mit dem Schwert gen die Stadt zeigt. Ein Hinweis auf die Bedrohung durch die erlittene Seuche. Die Durchgänge der Glockentürme beiderseits zeigen sich in Form von Triumphbögen. Ungefähr 50 Meter an Höhe , im byzantinisch-osmanischen Stil, Reliefsäulen wo das Wirken des Heiligen Borromäus abgebildet ist. Obenauf Reichsadler und Kaiserkrone. Eine Demonstration kaiserlicher Macht und Herrschaft am Sakralbau.

Selbst schon oft in dieser Kirche gewesen, wirkt diese auf mich von außen wesentlich größer als sie mir dann von innen begegnet. Das Eindrucksvolle, die Imposanz, gepaart mit einer für mich seltenen Helligkeit katholischer Kirchen, geht dabei allerdings nicht verloren. Das einflutende Tageslicht über die großen Fenster im Tambour trägt zur Frische des Raumes bei.

Beeindruckend bis ins kleinste Detail

Die Oratorien sind mit Säulen gerahmt. Dort, erhöht über Volk und Priester, war der Platz wo der Kaiser der Messe beiwohnte. Allerdings war sein Platz nicht über der Figur des Heiligen Borromäus sondern etwas nach unten versetzt. Der Chorraum, das Presbyterium, zeigt ein Hochrelief mit den vier Evangelisten (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes). Weiter dann noch eine Darstellung von Ambrosius, Gregor, Augustinus und Hieronymus. Die Kirchenväter des Katholizismus. Über all dem der Heilige Borromäus und in den Wolken darüber der Gottesname in Hebräisch: JHWH

Das Innenoval wird von kleinen Kapellen umschlossen. In drei davon sehen wir Jesus Christus in seinem barmherzigen Tun. Bekleidet in rotem und blauem Gewand. Es waren die teuersten Farben der Zeit und hatten ihre Bedeutung. Das „Rot“ für Glaube und Liebe, das „Blau“ als Symbol für Reinheit. Ein (langer) Blick hinauf zum Kuppelfresko, von Johann Michael Rottmayr geschaffen, führt unsere Augen zum Zentrum des Werks. Dort, wo Gott die Bitte um Beendigung der Pestqual erhört. Umgeben von den göttlichen Tugenden von Glaube, Liebe und Hoffnung. Die Darstellung der kirchlichen Gemeinschaft in Form einer Kirche, daneben die Papstkrone und die Eucharistie mit Kelch und Hostie. Es war die Zeit der Gegenreformation und so verwundert es nicht, hier Zeichen der Zeit zu erkennen: Wo neben der Eucharistie ein Engel die Irrlehren (Luther) vernichtet.

Es ist auch ein Ort musikalisch-geistlichen Schaffens. Die „Deutsche Messe“ von Franz Schubert wurde hier aufgeführt und Christoph Willibald Gluck komponierte an diesem Ort ein Oratorium. Viel könnte noch über die Karlskirche geschrieben werden, doch besser ist es sich dieses Schmuckstück Wiens ganz einfach anzusehen.

Erlebnisdatum: Juni 2017
1  Danke, WolfausWien!
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67 - 71 von 2 199 Bewertungen

Bewertet 13. Juli 2017

Monumental steht diese Kirche am Karlsplatz fast mitten in Wien, erreichbar mit U-Bahn 1, 3 und 4, schön zum Spazieren, ein wenig die Seele baumeln lassen und wenn es passt das Wetter zu genießen.

Erlebnisdatum: Juli 2017
Danke, Franz K!
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Bewertet 3. Juli 2017

Die Karlskirche ist durchaus eine schöne Kirche mit schönen Wandbemalungen. Sie wurde renoviert. Mit einem Aufzug konnte man auf eine Plattform hinauffahren und von da mittels einer Treppe noch weiter hinaufsteigen. Die Treppe war eigentlich sehr stabil. Aber besser vor dem Aufstieg nicht schauen, wie hoch es wirklich hinaufgeht! Sonst hätte ich den Aufstieg wahrscheinlich nicht gewagt. Aber es hat sich gelohnt. Die Wandbemalungen (Fresken) sind sehr schön, und der Besuch der Kirche insgesamt sicher auch sehenswert, wenn der Eintritt auch etwas teuer für die kurze Fahrt mit dem Panoramalift ist: EUR 8.

Erlebnisdatum: Juni 2017
Danke, malibu5820!
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Bewertet 2. Juli 2017

Die eindrückliche Kirche ist ja hinreichend bekannt, aber die Akustik ist bei einem Konzert einsame Spitze!

Erlebnisdatum: Juni 2017
1  Danke, kocherschweiz!
Diese Bewertung ist die subjektive Meinung eines TripAdvisor-Mitgliedes und nicht die von TripAdvisor LLC.
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Bewertet 20. Juni 2017

In der Karlskirche gibt es einen Lift und anschließend fünf weiteren Plattformen, die man zu Fuß besteigen kann, um unter der höchsten Kirchendecke in 32 Metern die Fresken direkt anzuschauen. Ein Erlebnis!

Erlebnisdatum: Juni 2017
Danke, Knuth L!
Diese Bewertung ist die subjektive Meinung eines TripAdvisor-Mitgliedes und nicht die von TripAdvisor LLC.

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