Nochmals im Westen der U.S.A.
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Im Westen der USA gibt es soviel Sehenswertes, dass ein Besuch auf keinen Fall reicht. Also flogen wir nochmals nach Los Angeles, wo wir am frühen Nachmittag ankamen. Es ging recht flott durch die Immigration, und wir konnten dann auch recht schnell unser Mietauto übernehmen. Dieses Mal hatten wir kein Hotel gebucht, denn unsere Freundin in LA hatte uns eingeladen, bei ihr im Vorort Downey zu wohnen.

Auch bei dieser Reise hatten wir kein GPS im Auto - wir fuhren nicht nur während der ganzen Reise sondern auch im Grossraum Los Angeles also ohne Navi - und sind trotzdem ohne grössere Probleme überall hingekommen…

Wer LOS ANGELES hört, denkt wahrscheinlich erstmal an Hollywood und Beverly Hills. Doch der Moloch mit seinen 18 Millionen Einwohnern hat viele Facetten. Und Glamour gibt es nur für wenige in dieser Stadt.

Es gibt viele Menschen, die auf der Schattenseite leben. Es gab schwere Rassenunruhen in den Jahren 1965 und 1992. Die meisten Menschen führen sicherlich ein ganz normales Leben wie in anderen amerikanischen Städten.

Los Angeles ist flächenmässig eine der grössten Städte der Welt, das Ausmass sieht man besonders gut, wenn der Flughafen in Inglewwod bei Dunkelheit angeflogen wird. Zu Los Angeles gehören mehr als 80 selbständige Städte. Diese Orte haben jeweils ihr eigenes Zentrum, und man lebt dort teilweise wie in einer Kleinstadt.

Auch in Los Angeles gibt es einige Sehenswürdigkeiten, und vor allem Architektur-Begeisterte können einige interessante Bauwerke bewundern.

Die inmitten des Civic Center gelegene City Hall ist bemerkenswert, da sie als erstes Gebäude die für Los Angeles geltende Höchstgrenze von 13 Stockwerken überschritt. Es gab eine Volksabstimmung, damit man 27 Stockwerke bauen konnte. Der Bau hat ägyptische, griechische und römische Stilelemente. Von hier hat man bei smog- bzw. nebelfreiem Wetter eine schöne Sicht auf die Stadt. Das Civic Center besteht aus der City Hall, einer Bücherei und dem Polizei- und Feuerwehrdepartement und ist ein Wahrzeichen. Dabei dominiert die 1932 erbaute City Hall mit dem 8stöckigen Turm. Das Gebäude wurde 1982 renoviert, nicht nur wegen der wachsenden Bevölkerung sondern auch um den Sicherheitsanforderungen bei Erdbeben nachzukommen.

Nach Hollywood zieht es sicherlich alle Besucher von Los Angeles - wenigstens einmal. Die Glanzzeit des Hollywood Boulevards war aber in den 1920er, 1930er und 1940erJahren. Danach ging es leider rapide bergab, die Gegend war heruntergekommen und kriminalisiert. Das hat sich in der letzten Zeit glücklicherweise verbessert, so dass man sich dort mehr oder weniger gefahrlos bewegen kann...

Das 16 m hohe Hollywood Sign sieht man schon von weitem. Diesen Namensschriftzug in Riesenlettern montierte man im Jahre 1923 als Werbemassnahme von Grundstücksmaklern. Bei festlichen Anlässen wird das Sign hell erleuchtet.

Das Grauman's Chinese Theatre ist das gefragteste Theater für Studiopremieren. Anlässlich der feierlichen Eröffnung am 18. Mai 1927 kamen tausende Menschen zum Hollywood Boulevard, um die Prominenten auf dem berühmten roten Teppich zu bewundern. Jetzt kommen hierher jedes Jahr mehr als 4 Mio. Besucher aus aller Welt.

Der "Walk of Fame" ist der bekannteste "Gehweg" der Welt, er befindet sich auf beiden Seiten des Hollywood Boulevards und erstreckt sich über 18 Blocks. Es gibt mehr als 2300 eingelassene Steine mit den Namen von Menschen, die in der Unterhaltungsindustrie eine grosse Rolle spielen bzw. gespielt haben.

Das El Capitan Theatre besteht seit 1926. Es wurde vollkommen renoviert, behielt aber seine ursprüngliche Eleganz. Seit 1941 ist es ein Kino, als die Premiere von Orson Welles' Film "Citizen Kane" hier stattfand.

Wenn man genügend Zeit mitbringt, lohnt auf jeden Fall ein Besuch in den Universal Studios mit jährlich über 5 Mio. Besuchern.

BEVERLY HILLS - obwohl ringsum von Los Angeles umgeben - ist eine eigenständige Stadt mit eigener Verwaltung. Der Ort wurde 1906 gegründet. Als das erste Filmstudio 1911 hierher zog, baute man das bekannte Beverly Hills Hotel.

Die prächtigen palastähnlichen Villen der "Stars" befinden sich ausserhalb des Geschäfts- und Einkaufsbereichs. Der durchschnittliche Preis für ein Haus beträgt 2 Mio. Dollar. Ausser Prominenten vom Film- und Musikgeschäft wohnen hier auch reiche Geschäftsleute und Ärzte. Es soll besonders viel Psychiater und Psychologen in Beverly Hills geben...

Es werden sogar Touren angeboten, wo man erfährt, wer wo wohnt. Aber ausser hohen Hecken und Gärten sieht man dann evtl. noch den Chauffeur… Man macht sich schon verdächtig, wenn man hier langsam mit dem Auto fährt, einen Spaziergang zu machen ist nicht ratsam, nicht nur weil Bürgersteige fehlen. Das alles haben wir aber nicht ausprobiert!

Der weltberühmte Rodeo Drive ist die exklusivste Einkaufsstrasse der Welt. Eine Boutique mit Juwelen, Antiquitäten und Modellkleidern reiht sich an die andere. Hier sind alle namhaften Modedesigner vertreten.

Auch wenn man sich noch so schick macht mit "high heels" und riesengrosser dunkler Sonnenbrille, bleibt einem als "Normalo" doch nur das Window-Shopping, denn wer hat schon eine Platin-Kreditkarte?

Etwas preiswerter ist das Beverly Center mit 160 Geschäften, 22 Restaurants und 14 Kinos.

Wir suchten auch den Los Angeles Farmers Market auf, ein seit 1934 permanenter Markt mit Lebensmittel und kulinarischen Angeboten - beliebt bei den Los Angelenos und Touristen.

Anfangs verkauften die Farmer ihre Produkte noch von Lastwagen aus, aber es wurden dann schon bald feste Stände sowie Restaurants errichtet. In den 1990er Jahren wurde der Markt renoviert und erweitert. Der 1948 gebaute Uhrenturm wurde inzwischen zum Symbol für den Markt.

Das Los Angeles Music Center bestand ursprünglich aus drei Gebäuden und wurde 2003 erweitert mit der spektakulären Walt Disney Concert Hall. Hier befindet sich der Sitz des Los Angeles Philharmonic Orchestra.

Das Museum of Contemporary Art wurde 1979 gegründet, wurde aber erst 1986 bezugsfertig. Die Gründung erfolgte auch, damit Los Angeles ein Museum für zeitgenössische Kunst erhalten sollte. Durch einige Schenkungen verfügt das Museum nunmehr über einen grossen Bestand an Gemälden, Skulpturen, Drucken, Handzeichnungen usw.

Wo heute der Los Angeles State Historic Park ist, wurde Los Angeles auf Geheiss des spanischen Königs von einigen Siedlern gegründet. Es dauerte bis 1953, bevor man anfing, die historischen Gebäude zu restaurieren.

Die Olivera Street in diesem ältesten Teil der Stadt mit mexikanischer Keramik, riesengrossen Sombreros, bunten "pinatas" (hängenden Puppen) usw. ist wie ein grosser mexikanischer Markt. Die Gegend ist auch bekannt für Veranstaltungen an mexikanischen Festtagen.

Das bekannteste Gebäude ist das Avila Adobe, Haus des damaligen Bürgermeisters, 1818 im Adobe-Stil gebaut. Die Kirche Our Lady Queen of Angels entstand zwischen 1818 und 1822, sie gehört heute zur Erzdiözese Los Angeles.

Die Masonic Hall von 1858 ist eine der ältesten Freimaurer-Tempel der Stadt. Das Old Plaza Firehouse ist ein Ziegelbau von 1884, heute ist dort ein Museum. Das Pico House wurde 1869 vom letzten mexikanischen Gouverneur erbaut und sieht ein wenig aus wie ein italienischer Palazzo.

Das Brunswig Building wurde 1888 erbaut, 1991 durch ein Feuer zerstört und anschliessend restauriert.

Wir hatten schon viel von Los Angeles und der Umgebung gesehen, waren aber bisher noch nicht in Pasadena. PASADENA wurde 1886 gegründet und ist nach LA die zweitälteste Stadt in der Region Die Stadt ist bekannt für die historischen Häuser und seine Museen. Es gibt noch einige sog. Handwerkerhäuser aus den Jahren zwischen 1900 und 1930. In den Backsteingebäuden in der Altstadt sind oftmals Boutiquen untergebracht.

Das Rathaus (City Hall) liegt im Zentrum der Stadt und wurde 1927 im Beaux-Arts Architekturstil erbaut mit Elementen aus der spanischen Kolonialzeit und etwas mediterranem Flair.

.Der Bau ist sechs Stockwerke hoch und hat 236 m Räume, der Kuppelbau über dem Westeingang ist fast 63 m hoch.

Das Norton Simon Museum hiess früher The Pasadena Art Institute und Museum und ist ein bedeutendes amerikanisches Kunstmuseum. Als das Museum Anfang der 1970er Jahre in starke finanzielle Schwierigkeiten geriet, ging das Museum in den Besitz des Milliardärs Norton Simon über, der nach geeigneten Räumlichkeiten für seine eigene hervorragende Kunstsammlung suchte. Das Museum wurde dann nach ihm umbenannt.

 

Wenn man "viel" Strand (über 5 km und sehr breit) haben möchte und trotzdem eine interessante und abwechslungsreiche Küstenstadt ist SANTA MONICA empfehlenswert. Hier findet man eine von Palmen gesäume Strandpromenade, gute Shoppingmöglichkeiten vor allem in der Fussgängerzone, Restaurants und auch Fast-Food-Stände.

Der Mittelpunkt am Strand und ein Wahrzeichen ist der 1909 errichtete Pier, der mehr als 200 m lang ist. Vom Pier - wo es zahlreiche Angler hinzieht - hat man eine schöne Sicht auf den Strand, das Meer und die Stadt. Auf einem Teil des Piers´ gibt einen grossen Vergnügungspark mit einem Riesenrad und einer Achterbahn für alle die ein bisschen Trubel haben wollen. Ausserdem befinden sich hier Souvenirläden und recht gute Fischrestaurants.

Natürlich fuhren wir auch wieder nach VENICE BEACH, quasi ein Vorort von Los Angeles, der als "verrückteste Meile" der Stadt bezeichnet wird.

Als wir einmal bei einem Stopover in einem der Hotels nahe des Flughafens übernachteten, konnten wir mit dem Bus dorthin fahren. Aber diesmal hatten wir ja ein Mietauto.

Der Ocean Front Walk wird auch Korso der Eitelkeiten und Selbstdarstellung genannt. Man flaniert hier, um seinen Körper zu zeigen - "sehen und gesehen werden".

Hier findet man zahlreiche Restaurants, Cafés, Bars, Geschäfte - auch mit "Ramsch" – und Boutiquen sowie Tattoos- und Piercingläden. In den Strassenlokalen ist "people watching" angesagt.

LAGUNA BEACH gilt als einer der schönsten Orte an der kalifornischen Küste, wo es uns immer wieder hinzieht. Wir suchten wiederum das Restaurant "White House" auf - diesmal zum Lunch.

Es gibt hier kleine und grosse Buchten mit schönen Stränden. Im Zentrum findet man zahlreiche Boutiquen und Restaurants.

In Laguna Beach haben sich seit dem frühen 20. Jahrhundert schon Künstler angesiedelt. Im Zentrum befinden sich zahlreiche Galerien.

Der schöne Sandstrand unterhalb der Klippen mit hübschen Strandhäusern war fast menschenleer. Aber die Brandung ist auch eher fürs Bodysurfen als fürs Schwimmen geeignet.

Der Main Beach ist nicht weit vom Stadtzentrum entfernt.

Von Los Angeles fährt man - wenn alles gut läuft - in ca. 2 Stunden zum JOSHUA TREE NATIONALPARK. Wir fuhren früh los und nahmen uns ein Picknick mit.

Joshua Tree wurde bereits 1936 von Präsident Roosevelt zum National Monument erklärt und ist seit 1994 ein Nationalpark. Der Park befindet sich in der südlichen kalifornischen Wüste, 230 km bis Los Angeles und 90 km bis Palm Springs. Jährlich besuchen ca. 1,9 Mio. Besucher diesen ca. 2250 qkm grossen Park.

Der Name des Parks wurde von Mormonen gewählt, da die den Park prägenden bis zu 18 m Palmliliengewächse mit den gewundenen in die Luft gestreckten Ästen an die emporgestreckten Arme des Propheten Joshua erinnern. Manche der Bäume sollen mehr als 900 Jahre alt sein. Es gibt ca. 700 verschiedene Pflanzenarten im Park.

Im Westteil des Parks findet man sehr interessante geologische Formationen: gigantische bizarre Felsblöcke mit zahlreichen Löchern, felsige Bergspitzen und hohe Wüstenplateaus.

Diese Gegend wird stark von den Elementen geformt mit starken Winden, unberechenbaren Regengüssen und klimatischen Extremen - wie grosse Hitze.

Es gibt fünf Oasen mit Washington-Palmen und Wasservorkommen. Die vielen Tiere, die sich im Park aufhalten, wird man tagsüber selten zu sehen bekommen: Wüsten-Dickhornschafe, Kojoten, amerikanische Hasen, Känguru-Ratten, Rotluchse und Vögel wie Geier und Steinadler. Ausserdem leben im Park Eidechsen, giftige Spinnen und sechs verschiedene Arten von Klapperschlangen. Es jagt einem jedes Mal ein Schauder über den Rücken, wenn man sie rasseln hört, haben wir im Grand Canyon erlebt.

Tagsüber sieht man evtl. Eichhörnchen, Zwergantilopen und gelegentlich einen Koyoten.

Im Sommer steigen die Temperaturen auf über 40°, am angenehmsten ist es im Frühling, wo nicht nur die Kakteen blühen sondern auch andere Blumen. Die Joshua Trees blühen im April/Mai. Im Winter werden die Nächte eiskalt, und in höheren Lagen schneit es sogar gelegentlich.

Die Felsformationen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden sind ein Eldorado für Kletterer - es gilt aber, strenge Regeln einzuhalten.

Die Hauptstrassen im Park sind geteert, und es gibt zahlreiche Wege für Wanderer - teils durch zerklüftete Canyons. Die dichtesten Baumbestände sind im "Wonderland of Rocks" zu sehen.

Eine beliebte Wanderung findet man im Hidden Valley - den 3 km langen Cap Rock Natural Trail. Wir entschieden uns für den Ryan Mountain Trail - ein ca. 5 km langer Rundweg mit 320 m Höhenunterschied. Der Trail ist gut ausgebaut aber teilweise etwas steil - aber da gibt es Treppenstufen. Zunächst geht es steil bergauf um den Ryan Mountain auf einen Bergsattel. Der Gipfel auf dem 1665 m hohen Berg wird durch einen aufgehäuften Steinhaufen markiert. Von hier aus hat man eine wirklich tolle Aussicht auf das Tal.

Man sollte aber unbedingt beachten, genügend Wasser und Sonnenschutz mitzunehmen. Wenn man sich nicht schon ausserhalb des Parks damit versorgt hat, ist es auch möglich, an den Visitor Center Wasser zu kaufen. Es gibt keine Unterkünfte, Restaurants und Geschäfte im Park.

Besonders beliebt sind die vielen wunderschönen Campingplätze - nur teilweise mit Wasseranschluss. Eine Reservierung ist besonders an Wochenenden empfehlenswert.

In den Visitor Center wird in Ausstellungen erklärt, wie die beeindruckenden Gesteinsformationen in Millionen von Jahren entstanden sind.

Es gibt drei Haupteingänge nahe der Städte Twentynine Palms, Joshua Tree Village und Cottonwood Springs, dort gibt es auch Unterkünfte und Restaurants.

Da wir im DEATH VALLEY wieder unbedingt in der Furnace Crrek Ranch übernachten wollten, hatten wir rechtzeitig ein Zimmer reserviert und erhielten - wunschgemäss das gleiche wie beim letzten Aufenthalt.

Das Death Valley wurde 1994 als Nationalpark ernannt und liegt in der Mojave-Wüste, grösstenteils im Bundesstaat Kalifornien, zu einem kleinen Teil auch in Nevada. Durch seine Lage gilt Death Valley als der trockenste und heisseste Nationalpark in USA. Das Death Valley mit 12.000 qkm Wildnis bietet leuchtende Sanddünen, schneebeckte Berge im Winter, vielfarbige verwitterte Felsformationen, wasserdurchflutete Canyons und Salzseen.

Vor etwa 3 Mio. Jahren brachen Kräfte im Erdinneren die Oberfläche in Blöcke und schufen so ein Berg- und Talmuster. Während der Eiszeit bildeten sich Seen im Bassin, wobei verschiedene Schlammschichten und grosse - heute noch sichtbare - Salzablagerungen entstanden.

Regen gibt es hier sehr selten, und dann verwandelt sich die Wüste an einigen Stellen, wo es genügend Vegetation gibt, in einen blühenden Garten, denn es gibt hier mehr als 900 verschiedene Pflanzenarten - angepasst an die Klimaverhältnisse. Hier gedeihen vor allem die typischen Wüstenpflanzen wie Kakteen, Agaven und Yuccas, aber auch Büsche und Gräser. Im Sommer kann es hier bis zu 56° C heiss werden. Jährlich kommen mehr als 12 Mio. Besucher hierher - auch im Sommer.

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Es gibt einen ständig blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein und wegen der zwei hohen Gebirgsketten - der höchste Berg ist der 3368 m hohe Telescope Peak der Paramint Range - auch fast Windstille.

Ein Highway führt schnurgerade durch das ganze Tal. Er verläuft über die 1600 m hohen Gebirgskämme der Sierra Nevada bis zum tiefsten Punkt der Welt - dem Badwater mit -86 m unter Meereshöhe..

Bevor man zum Artist's Drive gelangt, kommt man an einer riesigen Fläche bedeckt mit scharfen Salzkristallen vorbei: Devil's Golf Course. Das Steinsalz wird durch Wind und Regen zu gezackten Türmen geformt. Der Artist's Drive ist ein Rundkurs, den man mit dem Auto abfahren kann. Es lohnt sich aber auf jeden Fall auszusteigen, um die farbenprächtige vulkanische Hügellandschaft von nahem anzuschauen. Dieser Teil wird auch als "Malerpalette" bezeichnet, denn nirgends im Death Valley leuchten die Felsen in so vielen Farben wie hier.

Der Zabrieki Point liegt im westlichen Teil des Death Valley und ist gut erreichbar vom Highway aus.

Ebenfalls gut mit dem Auto erreichbar ist Dantes View über eine lange, steile und kurvenreiche Strasse.. Einen schönen Aussichtspunkt über das Death Valley gibt es dort auf einer Anhöhe von 1669 m. Von hier aus kann kam das Tal in seiner gesamten Länge sehen und gegenüber den 3368 m hohen Telescope Peak. Die Temperaturen hier oben sind um einiges niedriger als im Tal, aber es ist immer noch sehr warm. Tief unten liegt die Salzpfanne von Badwater.

Wir stellten das Auto auf einem grossen Parkplatz ab und liefen von da noch ca. 300 m weiter bis fast an den Abgrund auf einem nicht befestigten Trampelpfad.

Jetzt kann man auch den südlichen Teil vom Death Valley sehen.

Der tiefste Punkt in Nordamerika ist mit 86 m unter Meeresspiegel das Badwater Basin - eine surreale Landschaft mit einem kleinen Salzsee umgeben von weissem Salz, der auch während der heissen Jahreszeit nicht austrocknet. Es können nur kleine Insekten und verschiedene Algen in dieser Umgebung überleben.

Hier sind die Temperaturen im Tal am höchsten, es ist sogar der heisseste Punkt der USA.

Das wenige Wasser liegt unter einer zentimeterdicken Salzkruste und ist doppelt so salzig wie Meerwasser. Es speist sich aus einer sehr alten unterirdischen Wasserschicht, das Schmelzwasser der Eiszeit aus den mehreren hundert Meilen entfernten Bergen von Zentralnevada über den porösen Kalkstein hierher leitet. Dieses Wasser ist ungeniessbar, daher der Name "bad water".

Wir fuhren weiter nach LAS VEGAS. Da wir kein Hotel gebucht hatten, gestaltete sich die Suche etwas mühsam. Am Strip kann man quasi nicht parken, und bei den meisten Hotels gab es nur Valet-Parking. Man konnte nicht mal schnell reingehen, um nach einem Zimmer zu fragen, ohne dass das Auto sofort weggebracht wurde.

Beim "Circus Circus" erlaubte man uns dann doch, das Auto für kurze Zeit vor dem Eingang zu parken. Und wir hatten sogar das Glück, ein Superior Zimmer mit einem eigenen Whirlpool für den Preis eines Standardzimmers zu bekommen. Wir parkten das Auto selbst in der Tiefgarage und richteten uns erstmal ein.

Anschliessend liefen wir dann den Strip hinunter bis zum „Mirage“ mit dem bekannten Wasserfall.

Ein bisschen Spielen muss sein - aber ich hatte leider nicht soviel Glück wie beim letzten Mal, als ich 50 $ beim Roulette gewonnen hatte.…

Las Vegas ist eine der am schnellst wachsenden Städte der USA Die recht liberale Gesetzgebung von Nevada in Bezug auf Glücksspiele war die Basis für die Gründung der Stadt, und das erste Hotel wurde 1941 eröffnet. Seit der Fertigstellung des Hoover-Staudamms im Jahr 1935 konnte Las Vegas auch über günstigen Strom verfügen In den 1950er Jahren begann sich die Stadt rasant auszudehnen. Es wurden neue Casinos eröffnet, wie z.B. das "Sahara" oder das "Sands".

Anfang der 1960er Jahre wurde Las Vegas auch zu einem Schauplatz für das Show Business - Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Jr. traten hier regelmässig auf. Im Laufe der Jahre sind eigentlich mehr oder weniger alle Weltstars der Unterhaltungsbranche hier aufgetreten.

Inzwischen sind die "alten" Hotels neuen sog. "Themenhotels" mit grossen Shopping-Malls, Restaurants und Casinos gewichen. Diese riesigen Bauten haben Las Vegas total verändert und zur "Vergnügungshauptstadt der Welt" gemacht.

Da wir im Grand Canyon Village nichts vorbestellt hatten, mussten wir die erste Nacht ausserhalb des Parks im "Holidy Inn" übernachten - etwa 15 Fahrminuten vom Park entfernt.

Für die nächsten beiden Nächte klappte es aber in der "Yavapai Lodge" in einem Bungalow mitten in einem bewaldeten Gebiet.

Der GRAND CANYON NATIONALPARK im Nordwesten des Bundesstaats Arizona - Unesco Weltnaturerbe seit 1979 - ist eines der grössten Naturwunder der Welt. Die bis 1,6 km tiefe und insgesamt 446 km lange Schlucht wurde in Millionen Jahren durch den Colorado River geschaffen.

Der South Rim ist eines der meist besuchten Gebiete der Welt, von hier aus gibt es die spektakulärsten Ausblicke auf die Schlucht. Dieser Hauptanziehungspunkt ist ganzjährig geöffnet und sehr gut erschlossen. Der 300 m höher gelegene North Rim ist nur von Ende Mai bis Anfang Oktober geöffnet.

In dem am South Rim auf einer Höhe von 2133 m gelegene Grand Canyon Village befinden sich die meisten Unterkünfte. Am Bright Angel Point findet man das Visitor Center.

Wer zu Fuss hinab in den Canyon steigen will, sollte sich überlegen, dass die Höhendifferenz zwischen dem Canyonrand und dem Colorado River erheblich ist, und es auch im Inneren des Canyons sehr heiss sein kann - bis zu 50° C im Sommer.

Vor allem am North Rim gibt es im Winter viel Schnee - bis zu 5 m hoch.

Aufgrund der grossen Höhenunterschiede gibt es innerhalb des Nationalparks mehrere Vegetationszonen und daher auch eine artenreiche Flora und Fauna. Im Nationalpark leben zahlreiche Raubtiere, wie Pumas, Kojoten und Luchse, und auch Schwarzbären und Wapiti-Hirsche sind im Park beheimatet.

Auf über 2500 m Höhe wächst Nadelwald, am Rand der Schlucht gibt es Mischwald und Grasflächen und in der Schlucht gedeihen nur noch Kakteen und Sträucher.

Vom Grand Canyon Village bis zum Hermit's Rest gibt es eine Panoramastrasse, die von Anfang März bis Ende November von einem gratis Shuttlebus befahren. An besonders schönen Aussichtspunkten hält der Bus für einen Stopp.

Am Ende der 16 km langen Strasse befindet sich Hermits Rest - Endstation für den Shuttlebus.

Wenn man zurück laufen will, sollte man mit ca. 3 Stunden für den Rückweg rechnen.

Wie schon beim letzten Besuch fuhren wir bis zu Hermit's Rest. Wir hatten uns wiederum ein Picknick mitgenommen und liefen dann den Weg zurück, der teilweise dicht am Rim entlang führt. Manchmal musste man auf die kleine Strasse ausweichen.

Für diese Strecke sollte man sich viel Zeit nehmen, damit man die einmalige Schönheit des Canyons geniessen kann. Denn bei jedem Aussichtspunkt hat man eine andere Perspektive, und es gibt so viele Fotomotive.

Auf der Hälfte der Strecke machten wir eine Rast und setzten uns auf einen abgestorbenen Baumstamm - es waren keine Ameisen oder andere Krabbeltiere zu sehen - und packten unser Picknick aus. Es war ein wundervoller erster Tag im Grand Canyon Nationalpark!

Beim letzten Besuch hatten wir eine Tour auf dem Bright Angel Trail bis zum Plateau Point gemacht, von wo aus man den Colorado River sehen kann.

Diesmal wollten wir ein Stück auf dem KAIBAB TRAIL wandern, der vom Yaki Point - den man mit dem Shuttlebus erreichen kann - startet. Hier gibt es keine Schutzmöglichkeiten vor der Sonne, und man hat auch nicht - wie am Bright Angel - die Möglichkeit seinen Wasservorrat zwischendurch aufzufüllen. Also sollte man unbedingt genügend Trinkwasser dabei haben.

Am Anfang des Trails standen zwei Ranger, die sich erstmal unsere Schuhe anschauten, uns fragten, wie weit wir laufen wollen, und ob wir genügend Wasser dabei hätten.

Das war verständlich, denn immer wieder müssen sich selbst überschätzende oder unzureichend ausgerüstete Wanderer in waghalsigen Aktionen aus aussichtslosen Situationen gerettet werden.

Der Kaibab Trail ist um einiges steiler als der Bright Angel, und man hat immer wieder spektakuläre Aussichten hinab in den Canyon.

Dieser Trail ist der kürzeste Weg zum Colorado River und führt zuerst auf engen Serpentinen nach unten. Beim Ooh Ah Point hat man den ersten wunderschönen Panoramablick auf den Canyon. Ab da folgt der Weg dem Gipfel eines Bergkamms, wo absolut kein Schatten ist. Nach weiteren steil abfallenden Serpentinen erreicht man Cedar Ridge. Dort konnten wir dann in aller Ruhe die grossartige Aussicht bewundern und unser Picknick auspacken.

Wir hatten uns vorgenommen nur bis zum Cedar Ridge zu laufen, das sind hin und zurück ca. 3 Meilen. Hört sich nicht nach viel an, aber die Hälfte dieser 3 Meilen läuft man natürlich beim Rückweg aufwärts, und die schmalen Wege sind sehr steil. Man sollte also für den Rückweg doppelt so viel Zeit einplanen wie für den Hinweg. Und man sollte beachten, dass Maultiere auf diesen Wegen "Vorfahrt" haben.

Wenn man hinunter wandert bis zum Colorado, muss man einen Höhenunterschied von 1400 m bewältigen - nicht unbedingt empfehlenswert für einen Tag. Denn diese Höhenmeter muss man ja auch wieder rauf.

Für Übernachtungen innerhalb des Canyons braucht man ein Permit, das man monatelang vorher beantragen sollte. Man kann dort in der Phantom Ranch (begrenzte Plätze) übernachten oder im eigenen Zelt - das man natürlich auch runter und rauf schleppen muss.

Vom Grand Canyon fuhren wir zunächst in Richtung FLAGSSTAFF und dann weiter auf der 180 nach Holbrook.

Ungefähr 50 km entfernt von Flagstaff kann man schon von der Strasse aus den riesigen METEOR CRATER sehen. Der Krater hat einen Durchmesser von etwa 1200 m, eine Tiefe von 180 m und wird von einem Wall umgeben, der durch den Auswurf des Einschlags entstanden ist und sich etwa 30 bis 60 m über das umliegende Plateau erhebt.

Es wird vermutet, dass vor ca. 20.000 bis 50.000 Jahren hier ein Asteroid mit einem ungefähren Durchmesser von 25 m einschlug und diesen gigantischen Krater formte.

Es wurden ungefähr 175 Mio. Gestein weggeschleudert, es wurde ein Erdbeben ausgelöst und in einem Umkreis von 14 bis 22 km wurde alles Leben ausgelöscht. Innerhalb eines Jahrhunderts hatte sich hier aber die lokalen Fauna und Flora erholt.

Im Jahr 1903 erwarb Daniel Barringer - Besitzer der Standard Iron Company - 640 Hektar Land, welches rund um den Krater lag in der Hoffnung dort Meteoriten-Eisen zu finden. Trotz der Bohrung von 491 m tief in den Krater in 27 Jahren wurde er aber nicht fündig. Der Krater befindet sich aber immer noch im Besitz der Familie Barringer und ist auch als Barringer-Krater bekannt, und es hat sich zumindest insofern gelohnt, als sie jetzt Eintritt verlangen, damit man am Kraterrand von über Treppen zu Plattformen mit Aussichtspunkten aus den Krater bestaunen kann.

In den 1960er und 1970er Jahren benutzte die NASA den Krater, um die Astronauten für die Apollo-Mission zum Mond vorzubereiten.

Wir übernachteten in dem kleinen Ort HOLBROOK im Navajo County im "Comfort Inn" und fuhren am nächsten Morgen weiter zur PAINTED DESERT - ein Wüstengebiet auf dem Colorado-Plateau in einer Höhe von ca. 1800 m. Des Gebiet erstreckt sich auf etwa 250 km am Nordufer des Little Colorado River und reicht vom Grand Canyon über Navajo County bis ins Apache County.

Painted Desert erhielt seinen Namen wegen der Vielzahl von Farben - von Lavendel bis Grautönen, Rot, Orange und Pink, die der ansonsten kargen Landschaft ihren Exempel aufdrücken. Es sieht manchmal fast so aus, als ob die Felsen angemalt wurden. Es dauerte Millionen von Jahren, bis die Natur diese Farbenpracht durch Ablagerungen von Gestein, vulkanischer Asche und Tonschiefern schuf.

Ein Teil der Painted Desert gehört zum PETRIFIED FOREST NATIONALPARK, der grösste Teil liegt jedoch ausserhalb der Parkgrenzen auf dem Gebiet des Navajo Reservats.

Durch die Zusammensetzung aus Konglomeraten, Sandstein, Tonschiefer, Schluffstein, Lehm und vulkanischer Asche variiert die Farbpalette zwischen Rot- und Gelbtönen, die von weissen und dunklen Schichten durchzogen sind.

Die ersten Entdecker kamen 1540 aus Spanien und nannten diese Region "El Desierto Pintado".

Man muss sich das ein bisschen vorstellen wie der Artist's Drive im Death Valley - nur alles in grösserem Umfang und mit noch mehr Farben.

Zu dem 1962 entstandenen ud 884 qkm grossen Petrified Forest Nationalparks zählt auch noch ein Teil der Painted Desert. Der Name für diesen Park kommt von den zahlreichen versteinerten Bäumen, die auf den ersten Blick wie echtes Holz wirken. Hier gibt es weltweit die grössten Konzentrationen an versteinerten Bäumen.

Durch den Park führt eine 45 km lange Strasse, und man kann immer wieder an den Aussichtspunkten anhalten, um dieses Wunder der Natur zu bestaunen. Es gibt ausgeschilderte Wanderwege, von wo aus man zu einer grösseren Ansammlung von fossilen Baumstämmen und zu indianischen Felszeichnungen gelangt.

Hier war einst die Heimat von Dinosauriern und anderen prähistorischen Bewohnern, was durch die gefunden Skelette bewiesen ist.

Die Überreste dieses einstigen Kieferwalds haben Millionen von Jahren gebraucht, damit durch Erosion, Wasser und Kieselerde die glänzenden versteinerten Bäume entstanden. Die Fossilien sind Versteinerungen von inzwischen ausgestorbenen Koniferen.

Das Gebiet des Pretified Forest Nationalpark auf dem trockenen Hochplateau war einst ein riesiges von zahlreichen Flüssen durchzogenes Überschwemmungsgebiet. Im Süden wuchsen hohe tannenähnliche Bäume. Diese Araukarien, Nadelhölzer und Farnpalmen kippten um und wurden von den angeschwollenen Flüssen ins Überschwemmungsgebiet abgetrieben. Hier wurden sie nun von Schlick und Schlamm sowie vulkanischer Asche bedeckt. Diese Ablagerungen schnitten die Sauerstoffzufuhr ab und verlangsamten den Fäulnisprozess.

Silikonhaltiges Grundwasser sickerte allmählich in die Baustämme und ersetzte das eigentliche Holzgewebe mit Kieselsäureablagerungen. Die Silika erhärteten über einen längeren Zeitraum vom späten Trias an - vor ca. 200 Mio. Jahren - danach blieben die Baumstämme als versteinertes Holz erhalten..

In den 1890er Jahren vermutete man wertvolle Schmucksteine im Inneren der glänzenden Fossilien und begann die uralten Stämme zu zerlegen, wodurch leider ein beträchtlicher Teil verschwand.

n dieser kargen Gegend wachsen ausser den Flechten an den Felsen auch Wildblumen, die nach der Regenzeit in voller Blüte stehen. Neben Salamander, Schlangen und Geckos leben auch Kojoten, Präriehunde, Stachelscheine und Luchse in dieser wüstenartigen Region von Arizona an der Grenze zu New Mexico.

Es gibt ein Visitor Center mit einem kleinen Laden, eine Tankstelle und ein Restaurant. Das Mitnehmen von Fossilien ist strengsten verboten und wird hart bestraft - und es wird auch kontrolliert durch Ranger.

Wir hatten vor ein paar Jahren am Grand Canyon Leute aus Tucson kennengelernt, die uns die Empfehlung gaben, unbedingt bei unserem nächsten Besuch diese Stadt aufzusuchen - es würde sich lohnen, da die Stadt auch eine sehr schöne Umgebung hat.

Von Holbrook nach TUCSON brauchten wir 4,5 Stunden, und dann suchten wir uns erstmal eine Unterkunft.. Im "Inn Suites Hotel" erhielten wir ein schönes grosses Zimmer, Frühstück war - nicht selbstverständlich in USA - inklusive und zur Happy Hour gab es sogar jeden Tag einen Gratis-Drink. Dazu kam noch ein schöner Pool - angenehm nach Wanderungen in der Umgebung.

Tucson ist nach Phoenix die zweitgrösste Stadt in Arizona. Diese Gegend war schon 1200 v. Ch. durch Indianer besiedelt und landwirtschaftlich genutzt. Die Stadt Tucson wurde im Jahr 1775 mit dem Bau einer Festung (Presidio) durch die Spanier gegründet. Seit der Unabhängigkeit Mexikos von Spanien gehörte Tucson zu Mexiko und fiel 1853 an die Vereinigten Staaten.

Die Stadt liegt inmitten der Sonora-Wüste und ist umgeben von mehreren Bergketten. Tucson ist immer noch stark von der spanischen und mexikanischen Kultur geprägt, vor allem in den historischen Stadtteilen. Dort sieht man noch zahlreiche Häuser aus dem 19. Jahrhundert.

Die University of Arizona in Tucson wurde 1885 gegründet und ist eine der renommiertesten Hochschulen des Landes. Die Vorlesungen fanden ab 1891 in dem Gebäude "Old Main" im Zentrum der Universität statt. Die Universität hat einen besonders guten Ruf in den Bereichen Anthropologie, Astronomie, Astrophysik, Analytische Chemie, Entrepreneurship, Hydrologie, Optik, Pharmazie, Philosophie und Planetologie. Es gibt auch eine medizinische und juristische Fakultät.

Wo heute die Kathedrale steht, gab es seit dem Jahr 1776 bereits eine kleine Kapelle. Diese wurde mehrmals erweitert und umgebaut. Die heutige Kirche mit ihrer Ziegelstruktur und der Fassade aus Kunststein entstand 1928 - inspiriert von der Kathedrale in Queretaro in Mexiko. Mit Ausnahme der Fassade und der Türme wurde die Kirche dann aber vollständig abgerissen, der Wiederaufbau wurde 1968 abgeschlossen. Seitdem wurden zahlreiche Restaurierungsarbeiten im Inneren der Kirche vorgenommen.An der Fassade sieht man ein Wappen von Papst Pius XI. Ausserdem sind verschiedene einheimische Wüstenpflanzen auf den Steinen abgebildet.

Der BEAR CANYON TRAIL wurde uns im Hotel empfohlen, er ist nicht allzu weit von der Stadt entfernt. Wir konnten das Auto beim Visitor Center parken, und ausgestattet mit einem Picknick und vor allem genügend Wasser konnte die Wanderung losgehen. Zunächst geht es durch hügeliges mit Büschen bewachsenes Gelände, man muss auch einige Male das Bachbett queren. Der Weg ist meistens eben, nicht besonders schwierig aber sehr steinig. Schatten gibt es fast keinen.

Die Schluchtseiten sind steil und zerklüftet, und man kann unterwegs einige Wüstenpflanzen entdecken, z.B. Kaktusfeigen.

Nach etwa 1,5 Meilen verzweigt sich der Weg. Wir nahmen den Pfad, der zu einem Felsplateau führt, am Fuss der Seven Falls. Wenn es genügend Wasser gibt, werden dort Becken gebildet - manchmal sogar tief genug zum Schwimmen. Bei uns reichte es gerade so, um sich die Füsse etwas zu kühlen… Aber man konnte auf den Felsen sitzen und das verdiente Picknick geniessen.

Falls man auf den Granitfelsen noch herum klettern möchte, sollte man aufpassen - denn sie können ganz schön rutschig sein.Wenn man sich etwas Zeit lässt, kann man diese Wanderung hin und zurück in 2,5 bis 3 Stunden machen.

Die MiSSIÓN SAN XAVIE DEL BAC wurde nahe dem heutigen Tucson im Jahr 1699 durch den italienischen jesuitischen Missionar Pater Eusebio Francisco Kino gegründet. Die heutige Kirche wurde erst im Jahr 1797 von Indianern aus der umliegenden Gegend erbaut.

Bemerkenswert sind die riesigen Eingangstore aus Mesquiteholz und die eindrucksvollen Wandmalereien sowie der einzigartige Altaraufsatz - eine Mischung aus indianischen und spanischen Einflüssen. Neben Touristen kommen auch zahlreiche Gläubige aus der Umgebung zu dieser Kirche.

TUBAC wurde 1752 als spanisches Fort (Presidio) gegründet und beherbergt heute Ateliers, wo Künstler arbeiten. Im Village of Tubac gibt es zahlreiche Geschäfte und Galerien - Malerei, Skulpturen, Keramik und Fotografie sowie regionale Mode, Leder, Kunsthandwerk, Antiquitäten und Schmuck werden hier hergestellt und verkauft.

Von da aus war es nicht mehr weit bis zur Grenzstadt NOGALES, die sowohl in Mexiko als auch in den USA liegt. Wir parkten unser Auto in der Nähe der Grenzstation, und damals war es vollkommen unproblematisch, als Fussgänger über die Grenze nach Mexiko bzw. dem mexikanischen Nogales zu laufen.

Es ist zwar auch nicht das wahre Mexiko, aber Nogales war um vieles besser als Tijuana, eine recht gemütliche mexikanische Kleinstadt.

Auch hier gab es natürlich Bars, Restaurants und Souvenirläden, aber es gab auch normales mexikanisches Leben. Und zu der Zeit gab es es auch noch nicht so viele Touristen aus USA. Wir kauften ein paar Souvenirs, gingen etwas trinken, und mein Mann liess sich sogar noch die Haare schneiden - gut und günstig!

Nachdem wir genügend herumgeschlendert waren, liefen wir wieder zur US-Grenze, wo nur kurz unsere Pässe angeschaut wurden, und wir waren wieder in den Vereinigten Staaten.

Der fast 3000 m hohe Gipfel vom MOUNT LEMMON ist der zentrale Gipfel der Santa Catalina Berge und wird erreicht über eine malerische kurvenreiche ca. 30 Meilen lange Strasse. Hier ist es um einiges kühler als unten in Tucson. Die Santa Catalina Berge sind die grössten von mehreren Hügelketten, die Tucson umgeben. Der Grossteil der Hänge ist ziemlich unzugänglich und nur über einige wenige Pfade entlang von Schluchten erreichbar.

Auf der Fahrt zum Gipfel kommt man an einigen Aussichtspunkten und dem Dorf Summerhaven in einer geschützten bewaldeten Schlucht vorbei, und nicht weit vom Gipfel befindet sich ein Skizentrum. Man sieht viele Kakteensorten und weiter oben Yuccas und sogar kleine Büsche. Es gibt hier auch einige Camping- und Picknickplätze. Eine besonders schöne Sicht hat man vom Windy Point Aussichtspunkt neben einigen ungewöhnlichen erodierten Felsspitzen.

Etwa 1,5 Meilen unterhalb des Gipfels endet die Hauptstrasse. Man kann das Auto auf dem Parkplatz des Ski Valleys parken. Schnee gibt es hier von Mitte Dezember bis Anfang April. Eine schmale Strasse führt von hier aus weiter auf den eigentlichen Gipfel, wo es ein Observatorium der Universität Tucson gibt.

Wir entschieden uns für den Aspen Trail, um eine Wanderung zu machen. Man läuft teilweise an einem schönen Bach entlang und durch einen Espenwald. Es gibt einige felsige Abschnitte, aber insgesamt ist die Wanderung recht einfach mit leichten Anstiegen. Obwohl dies ein beliebter Trail ist, trafen wir nur sehr wenige Wanderer. Man wandert teilweise durch Kieferwälder bis zu einem Grat mit einer schönen Aussicht über Tucson. Nach einem Picknick ging es von da aus zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Von Tucson über YUMA nach SAN DIEGO war es eine lange Fahrt, wir benötigten 6 Stunden. Und wir mussten eine ganze Weile nach einer Unterkunft suchen, da hier ein grosser Ärztekongress stattfand. Schliesslich konnten wir im "Best Western Inn" sogar eine grosse gut eingerichtete Suite für nur 80 $ buchen. Der "Hammer" kam dann aber in der Nacht, denn auf dem Gang genau neben den zwei grossen Zimmern war eine riesige Eismaschine. Und wahrscheinlich war der Preis auch so günstig, weil hier niemand übernachten wollte...

Also ging die Sucherei nach einer Unterkunft am nächsten Morgen weiter. Zum Glück fanden wir dann ein ruhiges Zimmer im "Quality Inn" - auch im Zentrum.

San Diego ist die älteste und zweitgrösste Stadt von Kalifornien und mit ca. 1,3 Mio. Einwohnern die achtgrösste der U.S.A. Hier herrscht das ganze Jahr über ein angenehmes Klima. San Diego liegt am Rande einer grossen Bucht, geschützt von einigen flachen Halbinseln. An der 120 km langen Küstenlinie befinden sich sehr schöne Strände und malerische Buchten.

Die südliche Stadtgrenze ist gleichzeitig die Grenze zu Mexiko, und der mexikanische Einfluss macht sich im Alltagsleben und der Kultur bemerkbar

Im Zentrum oder "Downtown" mit seinen Wolkenkratzern gibt es zahlreiche Hotels, Verwaltungsgebäude und Einkaufszentren. Das Horton Plaza Shopping Center liegt in Downtown in der Nähe des Gaslamp Quarter mit seinem Nachtleben. Das Center ist in architektonischer Hinsicht eines der interessantesten Einkaufszentren von Kalifornien. Neben vielen Geschäften und allen bekannten Warenhäusern gibt es auch zahlreiche Restaurants, ein Kino und ein Theater.

Wir verzichteten diesmal auf einen Besuch in Old Town ebenso wie einen Ausflug nach Tijuana - kannten wir schon vom letzten Mal. Dafür gingen wir abends ins Gaslamp Quarter mit den typischen Gaslampen, wo es viele Restaurants, Bars und Geschäfte gibt.

Beim letzten Besuch von San Diego hatten wir uns schon das Maritime Museum mit historischen Schiffen sowie den ehemaligen Flugzeugträger USS Midway sowie den Harbour Drive angeschaut

Was wir nochmals aufsuchten, war das grosse Einkaufszentrum Seaport Village.

Aber wir verzichteten diesmal auch auf einen Besuch der beliebten Coronado-Halbinsel. Der Strand dort ist wirklich sehr schön, aber die Übungsflüge der amerikanischen Navy nerven doch sehr. Da gibt es weiter nördlich in Richtung La Jolla ruhigere Strände.

Beim letzten Besuch waren wir auch im BALBOA PARK - auf einer Fläche von fast 5 qkm der kulturelle Mittelpunkt von San Diego mit 15 Museen, 9 Theater, dem weltberühmten Diego Zoo, tropischen Landschaften und im spanischen Barock errichteten Gebäuden, Gärten mit Rosen, Palmen und Kakteen.

Es gab dort soviel zu sehen mit dem Botanical Building und den zahlreichen Museen, dass es nicht mehr gereicht hatte, den bekannten SAN DIEGO ZOO aufzusuchen. Dies holten wir jetzt nach.

Mehr als ein Viertel des Balboa Parks wird vom Zoo eingenommen, einem der grössten und schönsten der Welt. Der Zoo befindet sich an dieser Stelle bereits seit den 1920er Jahren und wurde ständig erweitert. Im Jahr 1988 wurde ein 1 ha grosser Regenwald mit üppiger Vegetation und Wasserfällen neu angelegt. Hier sieht man mehr als 5000 exotische Pflanzen und 100 Tiere in ihrem authentischen Lebensbereich. So z.B. Tiger aus Sumatra, Tapire aus Malaysia, Wasserdrachen usw.

Beim Eingang wird man von rosaroten Flamingos begrüsst. Man sieht hier Riesenschildkröten ebenso wie Koalas, die sich an den Zweigen der Eukalyptusbäume festhalten. Es gibt Vogelhäuser mit seltenen Vögeln. Und der ganze Zoo ist ausserdem ein grosser Botanischer Garten mit vielen exotischen Pflanzen und Blumen.

Aufgrund des Canyon-Gefälles muss man teils beträchtiliche Steigungen überwinden, man sollte also gut zu Fuss sein… Es ist aber auch möglich, mit dem Bus eine Fahrt durch die Canyons und über die Hügel zu machen. Ausserdem gibt es in etwa 50 m Höhe eine über die Baumwipfel hinweg fahrende Schwebebahn, wo man den Zoo aus der Vogelperspektive sehen kann.

Eine besondere Attraktion im Zoo waren zu der Zeit unseres Besuches die von China "ausgeliehenen" Riesenpandas mit ihren putzigen Gesichtern und der plumpen Gangart. Sie waren teils versteckt unter den Bambusgewächsen, um an den Blättern zu knabbern, wovon sie etwa 300 kg pro Woche vertilgen.

Es war damals eine seltene Gelegenheit, diese Tiere zu sehen. In freier Wildbahn ist dies fast nicht möglich, denn die noch schätzungsweise 1600 Riesenpandas leben im entlegenen Hochgebirge von Westchina. Der Zoo hatte zwei Pandas (gegen Entgelt) ausgeliehen, und ich hatte später gelesen, dass 2012 ein Junges geboren wurde. Wie jetzt (2020) berichtet wird, werden die Pandas aber nach 23 Jahren wieder nach China zurückkehren.

Von San Diego aus fuhren wir auch wiederum nach LA JOLLA - etwa 22 km nördlich gelegen. Der Ort liegt an einem 11 km langen Küstenstreifen oberhalb einer schönen Bucht. Hier gibt es eine reiche Vegetation und ein mildes Klima, aber auch wie alle Küstenorte am Pazifik Sommernebel.

Oberhalb der Bucht von La Jolla mit den Küstenklippen befindet sich ein Uferpark, wo man herrlich flanieren kann.

Unterhalb der Klippen gibt es Höhlen und idyllische Badebuchten mit herrlichem Sandstrand.

La Jolla ist vor allem ein Ort für betuchte Leute, die sich hier in gepflegten Wohnvierteln sehr schöne Häuser im spanisch-mexikanischen Stil gebaut haben, umgeben von blühenden Büschen, hohen Palmen und mit Blick auf den Pazifik.

Die Hauptstrasse heisst Prospect Street mit Kunstgalerien, Schmuckläden, Modeboutiquen und eleganten Restaurants, es ist der "Rodeo Drive von San Diego". An den Strassen parken vor allem hochklassige Autos.

Von San Diego aus fuhren wir in Richtung Norden über Carlsbad nach DANA POINT. Dana Point ist ein bedeutender Wassersportort zwischen San Diego und Los Angeles. In einer Bucht befindet sich ein natürlicher Hafen, wo Platz ist für bis zu 25.000 Motor- und Segelboote.

Wir fanden schnell eine Unterkunft im Hotel "Harbor Inn", blieben aber nur eine Nacht. Denn wir merkten schnell, dass es Mitte Mai hier empfindlich kühl wurde - vor allem morgens und abends.

Also fuhren wir am nächsten Morgen nach PALM SPRINGS, denn wir wussten um die angenehmen Temperaturen dort von einem früheren Aufenthalt.

Im Conchella Valley südlich vom Joshua Tree Nationalpark gibt es neun Städte, die sich fast nahtlos aneinanderreihen - Cathedral City, Desert Hot Springs, Indian Wells, La Quinta, Palm Desert, Rancho Mirage, Coachella, Indio und Palm Springs.

Der bekannteste Ort ist sicherlich Palm Springs, er wurde in den 1930er Jahren bekannt, als einige Schauspieler sich hier ansiedelten, um dem Trubel von LA zu entkommen. Wegen des milden Klimas im Winter ist Palm Springs heute eine beliebte Feriendestination. Die Hauptsaison reicht von Dezember bis Mai. Im Hochsommer können die Temperaturen auf bis zu 45° C klettern, dafür halbieren sich dann die Hotelpreise.

Wir besuchten auch Indian Wells, welches bekannt ist durch das grosse Tennisturnier, welches jährlich im März stattfindet.

Es gibt in dieser Gegend 600 Tennisplätze, über 30.000 Swimmingpools und unzählige Golfplätze.

Wem es unten in der wüstenähnlichen Umgebung zu heiss wird, kann mit einer Tramway zu einer auf 2600 m Höhe gelegenen Bergstation im Mount San Jacinto State Park fahren, wo die Temperatur um einiges niedriger ist.

Und zum Shoppen fuhren wir zum Desert Hills Premium Outlet, welches wie eine Kleinstadt angelegt wurde. Zwischen Palmen, Blumen und Büschen kann man in die ca. 180 Läden - meistens mit Markenartikel - schlendern, um gut und günstig einzukaufen - vor allem Textilien, Schuhe und Sportartikel. Überall sind Sonnensegel über den Aussenbereich gespannt, damit man etwas Schatten hat.

Palm Canyon liegt etwa 10 km südlich vom Zentrum und ist eine 10 km lange Canyon-Wildnis, die den Augua Caliente-Indianern gehört. Hier wachsen rund 3000 Fächerpalmen - was für ein Kontrast zu den kahlen Wänden des Canyons. Vom Parkplatz aus kann man auf einem Fusspfad eine kleine Wanderung machen und hat immer wieder Ausblicke auf den Canyon. Der kleine Bach führte sogar etwas Wasser.

Von Palm Springs aus waren wir in ca. 2 Stunden in SANTA MONICA, wo wir noch etwas Zeit am Strand verbrachten. Da der Flughafen von LA nördlich von der Metropole liegt, war Santa Monica ideal für den Abflugtag.

Von da aus sind es nur ca. 20 km zum Flughafen in LA, wo wir unser Mietauto abgeben konnten - wir waren ca. 5300 km gefahren. Der Rückflug nach Europa startete am späten Nachmittag.