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Unterschied Wiener Heuriger und Buschenschank

Wiener Heurige sind in der Regel kommerziell ausgerichtete Restaurants, die von Großfamilien oder Unternehmen geführt werden. Meistens ist ein Weingut angeschlossen und der selbst produzierte Wein wird verkauft, die Lebensmittel und anderen Getränke zugekauft. Die Heurigen sind dauerhaft geöffnet, bieten ganztägige warme und kalte Küche, vor allem Spezialitäten aus der recht deftigen österreichischen oder Wiener Küche. Der Gast kann meistens sein Essen vom Büffet holen oder aus einer Speisekarte wählen. Oft finden am Wochenende Lieder- und Schrammelmusikabende statt.

Vor allem im berühmten Grinzing sind die Heurigen riesig groß, sehr touristisch und überfüllt. Oft kommen Gäste mit Bussen, die dann in abgetrennten Räumen bedient werden.

Buschenschanken werden dagegen von örtlichen Weinbauern geführt und sie sind meistens im Hof untergebracht, am schönsten sitzt man in der warmen Jahreszeit im Innenhof oder im Weingarten. Wenn ein Betrieb offen ist, dann hängt ein sog. "Buschen" am Eingang, ein Reisigbündel. Er signalisiert, dass Gäste herzlich willkommen sind.

Lt. Gesetz dürfen die Weinbauern nur beschränkt offen halten, fünf- bis sechsmal pro Jahr bis zu jeweils 10 Tage. Erlaubt ist der Verkauf von Eigenbauweinen, selbst erzeugten Fruchtsäften und Lebensmitteln. Der Zukauf von Käse, Brot oder Mineralwasser ist möglich. Die Speisen dürfen nur kalt angeboten werden.

Leider werden die Weinbauern, die auch einen Buschenschank betreiben, immer weniger. Die Konkurrenz der kommerziellen Heurigen ist zu groß und der zusätzliche Arbeitsaufwand immens.

Die Rezeptionisten der Hotels helfen gerne bei der Suche.

Auf dieser Homepage sind die Wiener Buschenschankbetriebe und ihre Öffnungszeiten aufgelistet:

www.wienerwein.at/index.php?id=424