"Überwintern" in Cancun
Speichern

Ende der 1960er Jahre wurde von Tourismusplanern mit CANCUN eine neue Stranddestination aus dem Nichts geplant. Es gab nur Mangroven, Palmenwälder und einige kleine Fischerdörfer der Maya-Nachfahren, als hier die ersten Hotels gebaut wurden.

Mittlerweile gibt es in der "Zona Hotelera" ca. 150 Hotels im mittleren bis luxuriösen Preissegment. Zahlreiche internationale Hotelketten sind hier vertreten.

Auf dem internationalen Flughafen kommen jetzt Gäste aus aller Welt an.

Und da "scheiden sich die Geister" in diejenigen, die hier ihre Traumdestination erreicht haben und die anderen, die so schnell wie möglich weiterreisen wollen.

Die Halbinsel Yucatan setzt sich aus drei Departments zusammen: Campeche mit der gleichnamigen Hauptstadt, Quintana Roo mit der Hauptstadt Chetumal und Yucatan mit der Hauptstadt Merida. Die wichtigsten Einnahmequellen auf der Halbinsel Yucatan sind neben dem Tourismus die Ölindustrie und Landwirtschaft.

Cancun ist eines der beliebtesten Reiseziele in Mexiko mit seinen hellen Korallenstränden und dem glasklaren Wasser. Die Strände liegen auf dem schmalen Landstrich zwischen dem karibischen Meer und der Nichupté Lagune.

Man kann schnorcheln, tauchen - es hat attraktive Tauchgründe - und Bootstouren zum vorgelagerten Barriereriff machen. Für gut betuchte Leute ("loaded people") gibt es zahlreiche Golfplätze und das beliebte Hochseefischen.

Cancun hat natürlich auch ein lebhaftes Nachtleben, z,B. das "Cocobongo" mit einer der spektakulärsten Shows in Mexiko. Ausserdem hat man viele verschiedene Ausflugsziele, sei es zu den archäologischen Stätten oder den Inseln Cozumel und Isla Mujeres.

Wenn man im Winter ein paar schöne Wochen in der Wärme verbringen möchte, gibt es ausser den erstklassigen Hotels auch diverse Apartmenthäuser in allen Preislagen. Da auch die Infrastruktur in Form von Einkaufsmöglichkeiten und der öffentliche Verkehr gut funktionieren, kann man es hier in der Wärme für eine Weile gut aushalten.

Bei dem Flug von Europa hatten wir einen Gegenwind von ca. 40 Knoten - laut Ansage der Piloten - und so dauerte unser Flug bis Cancun 12 Stunden. Das ist auch dann eine lange Zeit, wenn man in der BusinessClass gebucht hat. Glücklicherweise ging es relativ schnell durch die Immigration, und auch das Gepäck liess nicht lange auf sich warten.

Da Wein und Bier in Mexiko relativ teuer sind, hatten wir noch im Flugzeug "eingekauft". Wir gaben unsere Ware am Zoll an, man schaute sich das an und das wars dann - keine Probleme.

Wir hatten ein Apartment direkt am Strand gemietet, und unsere Vermieterin hatte ihre Freundin Rosy fuhr mit uns zum Apartmenthaus, wir luden das Gepäck aus und fuhren mit dem Lift nach oben. Und dann kam die erste Überraschung, Rosy hatte nicht den passenden Schlüssel dabei. Nach einem Telefongespräch mit der Vermieterin fuhren wir zu einem Ersatz-Apartment in der Nähe. Aber auch da hatte sie nicht den passenden Schlüssel, glücklicherweise erreichte sie dann den Manager der Apartmentanlage, der die Tür mit einem Ersatzschlüssel öffnen konnte.

Und endlich konnten wir - zumindest für diese Nacht - ein Apartment beziehen.

Es war mittlerweile 3.30h mitteleuropäische Zeit, wir waren also ca. 22 Stunden unterwegs!!!

Am nächsten Morgen kam unsere Vermieterin und fuhr mit uns zurück zum ursprünglich gebuchten Apartment. Und jetzt kam eine wirklich böse Überraschung - im ganzen Haus waren Bauarbeiten, d.h. es wurde gehämmert und gespitzt - und das den ganzen Tag.

Es stellte sich heraus, dass ein Investor viele der vorher privaten Apartments aufgekauft hatte, und diese wurden jetzt renoviert. Wir waren stinksauer und teilten der Vermieterin mit, dass wir ausziehen würden, sobald wir etwas anderes gefunden hätten.

Und etwas anderes zu finden war gar nicht so einfach, denn es war ja Hochsaison und für 6 Wochen wollten wir nicht in ein Hotel ziehen. Wir klapperten also wortwörtlich fast die ganze Hotelzone ab.

In einem der Hotels machte uns auf die „Beachscape Kin Ha Villas“ aufmerksam, und tatsächlich hatte man noch etwas frei, und zwar zunächst mal für eine Woche.

Wir zogen also aus dem "Baulärm"-Apartment nach 4 Nächten aus und erhielten problemlos das zu viel bezahlte Geld von der Vermieterin zurück.

In den Unterkünften direkt am kilometerlangen Strand geniesst man immer wieder die Aussicht aufs Meer. Auf der karibischen Meerseite geht morgens die Sonne auf, und über der Lagune auf der anderen Seite sieht man phantastische Sonnenuntergänge.

Wir fuhren mit dem Taxi für 10 US$ zu den Beachscape Kin Ha Villas. Diese Apartmentanlage ist einer der wenigen Überbauungen, wo die Häuser nicht mehr als 2 Etagen haben. Die Gebäude mit den Wohnungen sind verteilt in einem gepflegten Garten mit teilweise exotischen Pflanzen in den Innenhöfen.

Vom Apartment konnten wir zu Fuss zum Chedraui Supermarkt laufen, und dort gab es eine grosse Auswahl, und für mich besonders wichtig interessante exotische Früchte. Ich liess mich gerne von den Verkäuferinnen beraten und durfte auch probieren.

Lustig war es immer, wenn man vor 11 Uhr morgens da waren, denn dann warteten vor allem die Amis schon mit ihren Einkaufswagen voller "Alk" vor der Kasse - vor 11 Uhr darf aber kein Alkohol verkauft werden…

Der Tortuga Strand wird als einer der schönsten in Cancun bezeichnet. Dieser Strand liegt an der Bahia de Mujeres, wo die Wellen nicht so hoch sind. Das Wasser ist ruhiger als an den langen Stränden, wo direkt von Osten der Wind reinpeitscht.

Vor allem am Morgen, wenn es noch nicht zu heiss war, bot es sich an, einen Strandspaziergang zu machen. Ausser den vielen Möwen sah man auch ab und zu Pelikane in die Fluten tauchen, um einen Fisch zu ergattern oder auch nicht…

Leider mussten wir dann noch für 10 Tage eine Art "Zwischenlösung" suchen, denn erst für die ganze restliche Zeit bis zum 8, März war in der Anlage wiederum ein Apartment für uns frei.

Wir fanden ein Apartment in Downtown - siehe "Das andere Cancun".

Und diese nervige Erfahrung bestärkte uns in dem Entschluss, nie mehr eine Ferienwohnung von privaten Leuten zu mieten - stattdessen lieber ein Aparthotel.

Nach den 10 Tagen fuhren wir mit dem Taxi vom Valencia Tower wieder zu den Beachscape Apartments. Jetzt mussten wir uns für den Rest der Ferien wenigstens nicht nochmals um eine Unterkunft kümmern. Dieses Mal war unser Apartment noch näher am Strand.

Anfang März gab es dann noch Ärger mit den Leuten im Nachbarapartment. Es waren dort "springbreaker" eingezogen und machten "Party", obwohl es im Beachscape nicht erlaubt ist. In der Nacht sorgte dann erst tmal jemand vom Sicherheitspersonal für Ruhe, und am nächsten Morgen mussten die Störenfriede die Anlage verlassen.

Eines der Restaurants ist direkt am Strand gelegen, geeignet für einen schnellen Snack am Mittag oder auch fürs Essen am Abend. Wer zu bequem ist, dorthin zu gehen, kann sich Essen und Trinken auch direkt am Strand oder am Pool servieren lassen.

Der Strand vor der Anlage war einfach nur paradiesisch mit dem feinen hellen Sand. Man konnte direkt unter den Palmen liegen oder unter einem der vielen Palapas.

Grösstenteils war es ruhig auf dem Wasser, nur ein paar Segelboote konnte man bewundern. Und von weitem sah man die Fähren zur Isla Mujeres den ganzen Tag hin- und herflitzen. An den Wochenenden kamen dann vermehrt grössere Yachten, wahrscheinlich haben die Leute hier zusätzlich ein Apartment oder sogar eine schöne Villa.

Eines Tages staunten wir nicht schlecht, als wir schon vom Balkon aus eine Riesenfahne von Mexiko sahen. Es war der 24. Februar, und das ist der Flaggentag "Dia de Bandera". An diesem Datum im Jahre 1821 erklärte Mexiko seine Unabhängigkeit (auch wenn dies von Spanien erst 1836 anerkannt wurde). Die Fahnen haben Grössen von 14,3 m x 25 m und hängen an bis zu 50 m hohen Masten.

Aber auch sonst gab es immer genug zum Schauen, am Strand war immer etwas los. Z.B. wurde von den Jetskis aus jemand mit einem Wasserstrahl sozusagen in die Höhe gehievt.

Wenn auch meistens die Sonne schien, wurde es im Februar an einem Tag plötzlich so windig, dass sich die Palmen bogen. Wir dachten schon an einen Hurrikan, es war zwar nicht die Saison dafür, aber bei den Wetterkapriolen derzeit weiss man ja nie…

An der 20 km langen Hotelzone Richtung „downtown“ ist ein Weg für Radfahrer, Fussgänger und In-line-Skater angelegt, und wenn man Glück hat, trifft man sogar einen Iguana. Leider hat man nur gelegentlich einen Durchblick, da entweder Hotels oder Privatvillen den Blick aufs Meer versperren. An einer Bucht, wo es einen Zufluss von der Lagune gibt, hat man dann doch mal wieder etwas Sicht auf Playa Linda und ein sog. Piratenschiff, mit dem die Touristen Touren unternehmen können. Am Abend ist das Schiff in allen Farben beleuchtet und ein richtiger Blickfang auf dem Wasser.

Wir liefen dort ca. eine Stunde bis zum Hotel Barcelo, zurück fuhren wir dann mit dem Bus, denn direkt gegenüber von unserem Apartment war eine Haltestelle.

Im Jahre 2005 gab es hier mit "Wilma" den schlimmsten Hurrikan in der Geschichte der Halbinsel. Er richtete vor allem in der Hotelzone beträchtliche Schäden an. Es gibt immer noch einige Häuser, die nach dem letzten Hurrikan nicht repariert wurden.. Die grossen Hotels wurden bereits renoviert bzw. neu gebaut - war ja bei einigen "alten Kästen" sowieso mal nötig. Die Hotels sind spektakulärer, moderner und luxuriöser geworden, was sich auch an den Preisen bemerkbar macht. In keiner Stadt in Mexiko wachsen die Preise so schnell wie in Cancun.

Vom Apartment in Richtung Süden bei km 18 der Hotelzone liegt der wunderschöne Blaue-Flaggen-Strand "Delfines". Vom Mirador direkt an der Strasse hat man eine gute Sicht, und deshalb sind hier auch immer recht viele Leute. Der Strand ist sehr weitläufig. Da aber oftmals eine starke Brandung herrscht, sieht man nicht so viele Leute im Wasser. Wenn sich dann doch mal jemand traut, trillert sofort die Pfeife von Rettungsschwimmern, die den Strand überwachen.

Im Shoppingcenter "Kukulcan Mall" findet man teilweise exklusive und luxuriöse Geschäfte aller namhaften Marken. Sehr schön anzusehen ist die Glaskuppel in der Eingangshalle.

Cancun ist aber auch bekannt als "Partystadt" mit vielen Bars, Discos und Clubs. Berühmt/berüchtigt sind die Monate März und April, wenn die sog. Springbreakers Cancun in eine riesige Partyzone verwandeln. Inzwischen kommen junge Partygänger (nicht nur Studenten) nicht nur aus USA sondern auch aus Europa angereist.

Wenn von Cancun die Rede ist, denken die meisten sicherlich an die sog. Hotelzone, dabei lebt von den fast 1 Mio. Menschen der Grossteil in "DOWNTOWN" Cancun. Obwohl hier inzwischen Leute aus ganz Mexiko leben, stammen doch die meisten aus Yucatan.

Im Zentrum von Cancun befindet sich der Regierungspalast und weitere öffentliche Einrichtungen, wie Feuerwehr, Polizei und Krankenhäuser sowie Märkte und Einkaufszentren.

Das Zentrum beginnt da, wo die Tulum Avenida und die Kukulcan Avenida aufeinandertreffen. Die Tulum Avenida ist die wichtigste Strasse in Nord-Süd-Richtung nach Playa del Carmen, Tulum und Chetumal; die Avenida Portillo in Ost-West-Richtung nach Merida. An der Tulum Avenida befindet sich auch der zentrale Busbahnhof, hier starten die Busse pünktlich in alle Himmelsrichtungen.

Neben der Mall "Plaza Las Americas" sind auch recht viele Wohnungen entstanden. Davon ragen besonders die sog. Malecón Torres hervor - sehr beliebt bei den Einheimischen, wenn man es sich dann leisten kann. Hier gibt es neben permanenten Apartments für die Eigentümer in einigen Türmen auch Apartments zu mieten.

Wir hatten uns über Internet über die schon fast luxuriösen Ferienwohnungen im Vancouver Tower informiert, sie angeschaut und dann sofort gemietet.

Nach 10 Tagen fuhren wir dann vom Beachscape mit dem Taxi zu den Vancouver Towers. Die Sicht von diesen Apartments ist natürlich grossartig. Wenn man früh genug aufsteht, kann man jeden Morgen einen wunderbaren Sonnenaufgang beobachten. Meistens hatten sich morgens Wolken gebildet, die aber relativ rasch verschwanden, und dann kann auch im Winter die Sonne ganz schön heiss brennen. Man schaut über die Lagune bis zum Meer mit der Hotelzone, von der anderen Seite auf downtown Cancun.

In dieser Gegend ist auch die bekannte Shopping Mall "Plaza Las Américas" mit vielen Geschäften, Kinos, Restaurants und einem Food Court. Dieses Center wird - vor allem an Wochenenden - stark frequentiert von den Einheimischen.

Wir mussten quasi nur über den "Hinterhof" laufen und kamen an eine Tür, die wir mit unserer Apartmentkarte öffnen konnten, und waren so schon in der Mall.

Die 100 qkm grosse Nichupté Lagune setzt sich aus 7 verschieden Lagunen und Kanälen zusammen. Der grösste Teil ist noch natürlich erhalten. Aber es wird immer mehr gebaut, weil es vor allem eine attraktive Wohngegend ist bzw. wird. Es existieren bereits zahlreiche Marinas, und mit einem Boot kann man auf den Kanälen durch die dichten Sümpfe fahren.

Es gibt eine Vielzahl von Wasservögeln, Fischen und Schalentieren in der Lagune und sogar Krokodile.

Die Warnschilder vor Krokodilen sind quasi überall an der Lagune und in der Umgebung aufgestellt. An einer Stelle befindet sich sogar ein "Attrappen"-Krokodil zur Warnung.

Also sollte man die Hinweise wohl doch ernst nehmen.

Eine der neuesten und schönsten Gegenden in Downtown Cancun ist der Malecón direkt an der Nichupté Lagune. Neben den bereits existierenden Gebäuden sind hier in den nächsten Jahren ein Naturpark sowie Geschäfte und Restaurants geplant. Ein schöner walkway an der Lagune existiert bereits. An einem Samstag fand ein Fest statt auf dem Malecón mit Essenständen und Musik und einer Oldtimer-Parade.

Diese Gegend an der Lagune wird gerne von den Einheimischen aufgesucht. Wir trafen dort eine Familie, die Fotos von ihrer Tochter im Abendkleid machten. Es war der 15. Geburtstag - Quinceanera - des Mädchens. Dieser Tag ist ein wichtiges Ereignis für die jungen Mädchen, da sie mit diesem Alter als Frau betrachtet werden. Es wird - je nach den finanziellen Mitteln - gefeiert. Auf jeden Fall mit einem Gottesdienst, danach mit einem Fest mit bis zu 200 Gästen mit Essen, Musik und Tanz.

Die Tradition des 15. Geburtstages kommt aus der Zeit, als die Spanier Lateinamerika eroberten. Damals wollten die Männer ihre zukünftige Frau in heiratsfähigem Alter (15 Jahre) im festlichen Kleid sehen, um zu sehen, ob sie auch wirklich schön ist. Ganz schön macho!!!

Einmal war in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Musik von den Clubs gegenüber schon sehr laut. Und am nächsten Dienstag fand dann noch eine Karnevalsveranstaltung auf dem Malecón statt. Es gab eine grosse Bühne mit allen technischen Raffinessen und Riesenlautsprechen, so war die Musik dann noch lauter...ist aber nur einmal passiert

In Mexiko hat nahezu jede Stadt einen Zocaló. Den sucht man in Cancun allerdings vergeblich, vielleicht weil Cancun nicht natürlich gewachsen ist und zu schnell von einem kleinen Fischerdorf zu einer grossen Stadt wurde.

Dafür gibt es in Cancun den Parque las Palapas. Das ist ein grosser Platz mit einem Food Court, wo viele einheimische Familien mehr oder weniger den ganzen Tag essen können. Am Abend kommen dann noch viele teilweise bunt bemalte Essenstände hinzu. Aber es gibt in dieser Gegend auch "richtige" Restaurants, wo man gut und günstig essen kann und aufmerksam bedient wird.

Wir zogen mein Geburtstagsessen vor und assen vorzüglich im bekannten Restaurant "La Habichuela", welches sich auch in dieser Gegend befindet.

In der Mitte des Platzes flitzen die Kinder - selbst bei Dunkelheit - in den kleinen Autos umher, die man mieten kann. Auch das bunt bemalte Kinderkarussell ist ein Anziehungspunkt.

Es gibt auch eine grosse Bühne, wo Veranstaltungen musikalischer Art stattfinden. Wir hatten einmal das Vergnügen, das Symphonieorchester von Cancun zu hören.

Dann wiederum gibt es Folklore-Veranstaltungen, wo sich vor allem die Damen hübsch herausputzen.

Und natürlich dürfen die Stände mit den zahlreichen Süssigkeiten nicht fehlen. Mexikaner lieben Süssigkeiten aller Art, aber wir haben nie verstanden, warum es in diesem Land keine "bezahlbare" Schokolade gibt. Wenn man sie dann überhaupt kaufen kann, ist sie importiert, und die Preise variieren zwischen 5 und 10 USD für 100 g.

In den Nebenstrassen findet man Restaurants mit gutem und preiswertem Essen und natürlich auch Souvenirgeschäfte. Auch der Valentinstag gehört mittlerweile zum mexikanischen Leben, und dann sieht man wunderschöne Blumengestecke neben all den bunten Süssigkeiten.

Nach Cancun kommen vor allem sehr viele Amerikaner, die ja bekanntlich besonders gerne shoppen. In der Hotelzone gibt es denn auch Shopping Malls in verschieden Variationen.

Eine andere Art zum Shoppen - vor allem von Souvenirs - und mittlerweile eines der "must do" von Cancun ist der Mercado 28 in der Innenstadt.

Dort ist ein Gewusel wie in einem arabischen Basar inklusive Feilschen. In den kleinen Ständen wird neben mexikanischen Handarbeiten aus Keramik und Leder sowie Silberschmuck auch sehr viel Kitsch angeboten. Wem' gefällt... Hauptsache ein Souvenir..

Eine - für mich - bessere Möglichkeit ist, den Mayafrauen, die ihre Knüpfarbeiten vor aller Augen vornehmen, etwas abzukaufen.

Natürlich gibt es auch etwas zum Essen und Trinken auf dem Markt, teilweise in grösseren Restaurants, teilweise von Garküchen, die hauptsächlich von den Einheimischen aufgesucht werden.

Neben dem bekannten touristischen Markt 28 gibt es in Cancun noch einige andere Märkte, u.a. den Markt 23. Dieser Markt existiert seit den 1970er Jahren und ist der älteste Markt in Cancun. Hier wird alles verkauft, was die Familien, die in dieser Gegend wohnen, zum Leben benötigen:

Besen, Mopps sowie Reinigungs- und Waschmittel, Bohnenkerne und Getreidekörner, Tierfutter, Keramik und Kunsthandwerk, frische Blumen und Gewürze sowie Schulsachen.

Und natürlich heimisches Obst und Gemüse, und zwar unbehandelt und nicht gewachst wie teilweise in den Supermärkten.

Man kann sich hier die Haare schneiden lassen, und es werden sogar Autoreifen repariert.

Es gibt hier zahlreiche Essenstände mit Gerichten aus vielen Regionen von Mexiko, wo sich vor allem die Einheimischen versammeln. Die angebotenen "Schweinekrusten" z.B. sind sicherlich nicht jedermanns Geschmack.

Es werden auch religiöse und spirituelle Produkte verkauft, und es gibt eine kleine Kapelle mit einer Statue der in Mexiko sehr verehrten "Our Lady of Guadeloupe".

Für Kinder und überhaupt alle Naschmäuler findet man viele Stände mit Süssigkeiten aller Art.

Auf diesem Markt sieht man wenig ausländische Besucher, es wird fast ausschliesslich spanisch gesprochen. Da die Gegend nicht die sicherste in Cancun ist, schliesst der Markt bereits mit der Abenddämmerung.

Überall auf dem Markt sieht man Kästen mit Stromzählern - für jeden Stand gibt es einen Extrazähler für Strom.

Wir liefen vom Vancouver Tower zur Busstation vor der Plaza Las Americas Mall und fuhren zunächst bis zum ADO - dem zentralen Busbahnhof in Cancun. Von dort starten die meisten Überlandbusse in alle Richtungen. Die Fahrt nach PLAYA DEL CARMEN dauert ca. eine Stunde, der Busterminal dort ist in der Nähe der Quinta.

Wir waren 2011 für 8 Wochen in Playa del Carmen, wo wir ein Apartment gemietet hatten von Joe. Und natürlich suchten wir Joe und seine Freundin Josette auf, als wir in Playa waren.

Wir frischten die Erinnerungen auf, da wir u.a. zusammen meinen Geburtstag gefeiert hatten mit einem Essen in einem Maya-Restaurant und anschliessend in einer kubanischen Bar mit LiveMusik.

Und natürlich liefen wir durch die Quinta, wir wollten doch wissen, was sich so verändert hat, es war z.B. ein neues Hotel entstanden.

In Richtung Playa del Car mit den vielen - vor allem AI Hotels - gab es natürlich immer noch die vielen Geschäfte mit den üblichen touristischen Souvenirs. Diese werden gut frequentiert von den Gästen der Kreuzfahrtschiffe, die mit der Fähre von Cozumel herüberkamen.

Vor einer neu gebauten Mall an der Quinta spielte eine kleine Band, und wir kamen ins Gespräch mit einem Zigarrenmacher aus Kuba.

Wir waren ein bisschen zu spät im Parque Los Fundadores, denn die fliegenden Tänzer (Voladores) hatten gerade ihr Programm beendet. Der Tanz der fliegenden Männer ist ein 1400 Jahre altes Ritual, das in vielen Gegenden Mexikos in seiner Bedeutung variiert. Das Ritual der Voladores wurde einst nur an bestimmten Festtagen durchgeführt zu Ehren der Fruchtbarkeits- und Frühlingsgötter.

Fünf Männer ersteigen einen 25 bis 30 m hohen Pfahl, an dessen Spitze sich eine drehbare Plattform und ein drehbarer Holzrahmen befinden. Vom Rahmen aus lassen sich vier Männer an Seilen herab, während der Rahmen und damit die Männer um den Pfahl rotieren. Die vier fliegenden Männer schweben an einem sich abwickelnden Seil kopfüber zu Boden. Ihr Befestigungsseil wird dabei gleichmässig und ganz langsam vom Pfahl abgewickelt und damit länger. Durch die Drehbewegung entsteht auch eine Fliehkraft, die die Voladores nach aussen treibt, bis die Männer nach 13 Runden den Erdboden erreichen. Die Kleidung der Voladores ist eine rote Hose, weißes Hemd, ein rotes Band um die Hüften sowie ein Federkopfschmuck.

Heute ist diese Tradition eher eine Touristenattraktion.

Bevor wir wieder nach Cancun fuhren, gingen wir noch zu unserem "Lieblings-Italiener" - Il Barreto - und die Pizza war immer noch gut. Auf der Rückfahrt mussten wir nicht mehr umsteigen, denn der Bus hielt direkt am Plaza Las Americas.

Die Cancun vorgelagerten ISLA MUJERES waren ursprünglich von Mayas bewohnt. Die Insel war der Fruchtbarkeitsgöttin Ixchel gewidmet, weshalb viele Mayafrauen hierher pilgerten. Die Spanier nannten sie deshalb "Insel der Frauen - Isla Mujeres".

Im 18. Jahrhundert war Isla Mujeres ein Zufluchtsort für Piraten und Schmuggler.

Heute ist die Insel sehr beliebt bei den Touristen, nachdem sie lange Zeit "ein wenig vergessen" wurde. Das ist auch der Grund, warum hier alles eher natürlich gewachsen ist. Seit den 1990er Jahren nahm der Tourismus aber ständig zu.

Die Isla Mujeres ist eine 9 km lange und 3,5 km breite Insel, die von Cancun aus einfach und schnell zu erreichen ist. Von der Hotelzone gibt es mehrere Anlegestellen der Fähren, der Preis beträgt zurzeit US$ 19 für ein Retourticket. Eine andere günstigere Möglichkeit ist es, mit dem Bus für 21 Pesos nach Puerto Juarez zu fahren, denn die Expressfähre von dort kostet retour nur 146 Pesos. Wer mit dem Auto auf die Insel fahren möchte, kann dieses vom weiter nördlich gelegenen Punta Sam aus machen. Da die Insel über einen kleinen Flughafen verfügt, gibt es noch die Möglichkeit dorthin zu fliegen.

Am frühen Morgen war die Fähre schon recht gut besetzt, aber es verteilt sich, die Mexikaner bleiben lieber im Inneren des Schiffes, also kein Problem auf Deck einen Platz zu finden. Das Meer war recht ruhig, und so konnte man die ca. 20minütige Überfahrt auf Deck geniessen..

Wenn man die Fähre verlässt, ist der "touristische Alltag" schnell wieder da. Vor dem Eingang zum Fährterminal warten Taxis, Vermieter von Roller und Golfcarts sowie fliegende Händler.

Wir entschieden uns für ein Golfcart, nahmen aber nicht gleich das nächstbeste Angebot an, sondern entfernten uns von der Fähre. Und siehe da, die Preise wurden immer günstiger.

Zuerst war es etwa ungewohnt mit dem gasbetriebenen Golfcart. Aber mit der Zeit findet man Gefallen daran, ziemlich gemütlich vorwärts zu kommen. Aufpassen muss man aber auf jeden Fall, denn es sind noch sehr viele andere Golfcarts unterwegs, dazu kommen Autos, Motorroller, Fahrräder und Fussgänger, die die Strasse überqueren.

Wir fuhren zunächst in den Süden der Insel. Ausser dem Leuchtturm gibt es dort auch ein Restaurant und Geschäfte. Man hat von da aus einen schönen Blick auf die Südspitze mit einem Bildhauergarten, bewacht sozusagen von einem Riesen-Iguana. Auf dem schmalen Landstreifen zwischen Meer und Lagune befinden sich kleinere Resorts und auch Prviatvillen.

An der Lagune wollte ich mir eigentlich nur die Yachten anschauen, als ich plötzlich stutzte: das war es doch, oder? Ja, es war tatsächlich die sog. "Plastik-Insel". Anfang Dezember hatte ich im NDR die Sendung Mare-TV gesehen, wo darüber berichtet wurde:

Ein englischer Zimmermann baute sich vor 15 Jahren eine schwimmende Insel. Das Fundament besteht aus mindestens 100.000 leeren Plastikflaschen, die in alte Gemüsesäcke gestopft wurden und unter Europaletten verschnürt sind. Das ganze ist in etwa so gross wie ein Tennisplatz. Darauf befindet sich ein Häuschen mit Mangroven und anderen Pflanzen sowie zwei Teichen. 2005 wurde die Insel durch einen Hurrikan zerstört, ist aber inzwischen wieder aufgebaut und verfügt jetzt auch über Solarzellen und eine durch Wellenkraft angetriebene Waschmaschine.

Von dort aus ging es zur "Tortugranja", einer Aufzuchtstation für Schildkröten. Die bedrohten Tiere werden vor einer weiteren Ausrottung geschützt. Die Station wird durch die Regierung und Sponsoren finanziert. Früher wurden die Schildkröten gejagt, Eier und Fleisch wurden gegessen und der Panzer verarbeitet. Jetzt stehen sie unter strengem Artenschutz.

Die Schildkröten legen zwischen Mai und September ihre Eier im weichen Sand ab. Mitarbeiter der Farm sammeln dann die Eier ein und vergraben sie an geschützten Stellen.

Nach dem Schlüpfen der kleinen Schildkröten begleiten Schüler der Insel und auch Besucher die Baby-Schildkröten auf dem Weg ins Meer.

Im Südosten der Insel liegt das Korallenriff "El Garrafón" - ideal für Taucher und Schnorchler. Da die Eintrittspreise recht hoch sind, sollte man hier einen ganzen Tag einplanen.

Ebenfalls interessant für Taucher ist der Unterwasser-Skulpturengarten mit mehr als 400 lebensgrossen Figuren sowie "La Cruz de la Bahia". Dieses 3 m hohe Kreuz aus Bronze wurde 12 m unter Wasser errichtet im Gedenken an die Entdeckung der Isla Mujeres im Jahr 1857. Taucher und Fischer kommen hierher um zu beten.

Die meisten Aktivitäten finden am Playa Norte statt. Da der Strand in der Nähe des Hafens liegt, kann man ihn von dort gut zu Fuss erreichen.

Hier im Norden befindet sich auch der Hauptort der Insel mit Einkaufsmöglichkeiten. An der Flaniermeile Hidalgo sind zahlreiche Restaurants mit einheimischer und internationaler Küche. Überall kann man natürlich auch die ausgezeichneten karibischen Cocktails geniessen.

Wenn man zwischendurch etwas relaxen möchte, bieten sich die zahlreichen Beach Clubs an. Mit einem kühlen Drink kann man in den Hängematten schaukeln oder an kleinen Tischen etwas essen oder einfach nur am Strand faulenzen.

Alls wir den Golfcart abgaben, fragten wir dort nach einem guten Fischrestaurant. Alle waren sich einig, das sollte unbedingt das "Minino's" sein. Es liegt direkt am Strand mit schönem Blick auf die Boote, die Einrichtung ist eher einfach, aber das Essen ausgezeichnet.

Und nicht nur die Möwen schwirrten in der Luft, immer auf der Suche nach einem "Happen", sondern es waren auch Pelikane zu sehen.

Leider mussten wir dann doch irgendwann die Fähre nehmen, um zurück aufs Festland zu kommen. Vielleicht sollten wir beim nächsten Mal doch direkt auf diese wunderschöne Insel fahren…

Wir haben EK-BALAM schon einmal im Jahre 2003 besucht, als es noch ein wirklicher Geheimtipp war. Am Eingang waren zwei ältere Männer in einem kleinem Unterstand und verkauften die Tickets für den Eintritt - 23 Pesos pro Person. Wir waren damals die einzigen Besucher, und da es schon später Nachmittag war, war es fast ein wenig unheimlich.

Was für ein Unterschied zum jetzigen Besuch: es wurde ein grosser Parkplatz angelegt für Autos und Busse, und wir staunten nur so, dass doch recht viele Leute dort waren, im Vergleich mit z.B. Chichen Itza oder Tulum waren es allerdings immer noch wenig.

Man hat inzwischen eine Art Pavillon gebaut mit Kasse, sanitären Einrichtungen usw. Der Eintritt kostet jetzt 68 Pesos pro Person, dazu kommen nochmals 62 Pesos pro Person für das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte - vermutlich Geld für weitere Ausgrabungen.

Wenn man mit seinem Ticket den Pavillon verlässt, sieht man zunächst die vielen Verkaufsstände - wahrscheinlich der Mayas - und zwei als Maya-Krieger herausgeputzte Männer. Die vorwiegend amerikanischen Touristinnen waren ganz begeistert und warteten geduldig, bis auch sie ein Foto (Selfie...) zusammen mit den attraktiv aufgemachten Männern machen konnten. Also ganz schön touristisch inzwischen!

Ek-Balam befindet sich ca. 28 km nördlich von Valladolid. Ek Balam heisst "Schwarzer Jaguar" und wurde nach seinem Gründer Coch Cal Balam benannt.

Man ist sich noch nicht einig, ob die Ursprünge dieser archäologischen Stätte auf das Jahr 300 n. Chr. zurückgehen oder sogar um 100 v. Chr., denn vieles ist dort noch verborgen und somit nicht ausgegraben.

Die Blütezeit war zwischen 700 und 1000 n. Chr., was die Wissenschaftler anhand einiger Gebäude ausmachen konnten. Um 1200 n. Chr. gab es keine Neubauten mehr. Ek-Balam ist eine der wenigen Mayasiedlungen, die noch bis zur Ankunft der Spanier bewohnt war.

Seit 1997 wurde hier angefangen zu graben und zu restaurieren auf einer Fläche von insgesamt ca. 12 qkm. Besonders interessant für Archäologen ist aber nur ein Gebiet von ca. 1 qkm, da hier das Zeremonialzentrum und die Wohngebäude der Elite waren. Dieses Gebiet war durch drei Stadtmauern geschützt und hatte fünf Eingänge, die angeschlossen waren an die offiziellen Strassen der Mayas - den Sacbés - die zu anderen Zeremonialstätten. führten Von diesen Strassen wurden schon viele gefunden und teilweise freigelegt.

In Ek-Balam findet man die charakteristische Bauweise wie in anderen grossen Mayastätten: die monumentale Architektur, Mauern, Stelen, Skulpturen, ein Ballspielplatz. Auf vielen der Gebäude befinden sich aus Stein oder in Stuck modellierte Skulpturen. Die vielen Gebäude werden Strukturen genannt und sind durchnummeriert. Der grösste Komplex ist der zentrale Platz mit drei massiven Gebäuden sowie kleineren Tempel und Wohngebäuden.

Das bedeutendste Gebäude der Anlage und auch die grösste aller Strukturen ist die Akropolis auf sechs Ebenen mit einer Länge von 160 m, fast 70 m Breite und über 30 m Höhe. Es ist eines der grössten von den Maya auf Yucatan erbauten Werke. Hier entdeckte man auch das Grab des wichtigen Herrschers Ukit Lek Tok mit vielen Opfergaben.

Aufgrund der vielen Objekte aus Jade, Knochen und Meeresmaterialien ist ersichtlich dass Ek-Balam besonders reich und eine einflussreiche Hauptstadt der Maya war.

Auf dem Rückweg von Ek-Balam machten wir noch einen Stopp in der Stadt TIZIMIN.

Die meisten Leute fahren wahrscheinlich einfach nur durch, aber diese Stadt ist durchaus einen Besuch wert. Tizimin ist eine der ersten Städte, die von den Spaniern besiedelt wurde und hat auch einen historischen Stadtkern.

Es gibt einen wirklich schönen und gepflegten Zócalo mit vielen Bänken, wo man gut picknicken kann. Oder man sucht eines der kleinen Restaurants ringsherum auf.

Eine Sehenswürdigkeit ist sicherlich das Santario de los Santos Reyes. Das Kloster und die Kirche wurden zwischen 1563-66 von den Franziskanern erbaut und den Heiligen Drei Königen gewidmet.

Die Kirche ist ein eher klobiges Gebäude mit einer quadratischen Fassade mit einigen Türmen und Zinnen. Das ehemalige Kloster mit acht Zellen befindet sich nebenan und ist etwas heller als die Kirche.

Jedes Jahr am 6. Januar gibt es hier ein grosses Fest zu Ehren der Heiligen Drei Könige "Día de Los Reyes."

Wir fuhren weiter nach VALLADOLID und suchten erst mal eine Tankstelle. Dort fragten wir, wie wir am besten zum Zocaló kommen würden. Obwohl wir schon öfter in dieser Stadt waren ist es - ohne Navi - nicht einfach sich hier zurechtzufinden - es gibt z.B. sehr viele Einbahnstrassen.

Ein Einheimischer bot sich freundlicherweise an, uns vorauszufahren.

Valladolid ist eine typisch mexikanische Kolonialstadt und eine der schönsten in Yucatan mit den bunten historischen Häusern. Am Zocaló befindet sich die Kathedrale "San Servasio", erbaut Mitte des 16. Jahrhunderts und restauriert im Jahre 1706.

Besonders auffällig sind die Doppelsessel im Park am Zocaló, so kann man sich anschauen beim Plaudern.

Wir wollten noch etwas essen vor der Rückfahrt nach Cancun und mussten nicht lange suchen sondern gingen ins "El Mesón del Marques". In diesem Hotel hatten wir schon übernachtet, und wir wussten auch, dass man hier gut essen kann.

Die Mayastätte COBA liegt ca. 40 km von Tulum entfernt. Sie ist eine der ältesten und grössten Siedlungen in Yucatan und ein wichtiges Zentrum der Mayakultur. Zwischen 600 bis 900 n.Ch. lebten auf dem ca. 65 qkm grossen Gebiet mit Häusern und Tempeln und in der Nähe von 5 Seen etwa 50.000 Menschen. Als die Spanier 1511 n.Ch. hier ankamen, fanden sie nur noch eine verlassene und teilweise zerstörte Stadt vor.

Im 19. Jahrhundert fanden bereits die ersten Ausgrabungen durch Archäologen statt. In diesem Gebiet soll es 6000 Gebäude geben, davon sind aber erst die wenigsten restauriert. Die Arbeiten werden sicherlich noch Jahrzehnte dauern, denn weite Teile sind vom Dschungel überwuchert. Die Ruinen liegen zerstreut zwischen den Seen und sind nur teilweise freigelegt. Riesige Baumwurzeln haben sich in die Steine der Gebäude geschoben.

Schmale Pfade führen durch dichten Regenwald zu den einzelnen Ruinen. Die Anlage ist so weitläufig, dass man sich ein Fahrrad mieten kann, oder man lässt sich mit einer Fahrrad-Rikscha chauffieren.

Hier befindet sich die mit 42 m höchste Pyramide von Yukatan. - Nohuch Mul Die Besucher können die 120 m steilen und engen Treppenstufen hinaufsteigen und einen schönen Blick über das ganze Areal geniessen.

Weitere wichtige Gebäude sind die Iglesia-Pyramide und der Ovaltempel. Es gibt viele gepflasterte Strassen und schöne mit Reliefs behauene Steine zu sehen.

Coba war der Dreh- und Angelpunkt des magischen Strassensystems der Maya. Die längste dieser Strassen (sacbés) führt über 100 km weit durch Dschungel und Sumpfland bis nach Xaxuná bei Chichén Itzá.

Auf dem Rückweg von Coba mussten wir sowieso wieder durch TULUM fahren und entschlossen uns, zu den Stränden zu fahren, um mal zu schauen, wie es da nach ein paar Jahren so aussah.

Als wir das erste Mal am Playa Paraiso waren, war es einfach nur ein wunderschöner Traumstrand mit hellem Sand und türkisfarbenem Wasser.

Ein paar Jahre später waren wir überrascht von der grossen Polizeipräsenz. Wir kamen mit einem einheimischen Mann ins Gespräch, und er erzählte uns, dass an diesen wunderschönen Stränden sehr viele illegale Bauten entstanden sind, davon einige recht gross, und dass diese nunmehr geschlossen würden, und sogar ein Abbruch drohte.

Bei unserem jetzigen Besuch stellten wir fest, dass anscheinend nichts passiert ist, im Gegenteil der Beach Club hatte sich noch weiter ausgedehnt, und der Parkplatz war jetzt gebührenpflichtig.

Da wir nur einen schnellen Blick auf den Strand werfen wollten, kassierte man dann nicht bei uns. Es waren nicht allzu viele Leute da - vielleicht weil es recht windig und das Meer ziemlich stürmisch war?

Wir fuhren zurück in den Ort Tulum und vor der Rückfahrt nach Cancun gingen wir wieder einmal ins "Mariachi" - das Ceviche war wiederum sehr gut und die Drinks waren grosszügig und kühl.

Am letzten Tag gingen wir morgens nochmals in den Supermarkt, um Früchte für zuhause zu kaufen. Dann verbrachten wir den Tag noch am Pool. Am späten Nachmittag fuhren wir mit dem Taxi zum Flughafen. Vor dem Abflug gingen wir noch in die Lounge um etwas zu essen und zu trinken.